Polizeiinspektion Cloppenburg / Vechta

POL-CLP: +++Landkreis Vechta- Schwerlastkontrolle der Polizei- zahlreiche Lkws aus dem Verkehr gezogen+++

Cloppenburg/Vechta (ots) - Am Dienstag, 18.11.2014, von 10.00 bis 17.00 Uhr führten Beamte der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta eine gezielte Kontrolle des Schwerlastverkehrs durch. Walter Sieveke, -Leiter Einsatz der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta-, zeigte vor Beginn der Kontrolle, bei der Einsatzbesprechung noch einmal die Wichtigkeit dieser Maßnahme auf.

"Dadurch dass das Südoldenburger Land eine boomende Wirtschaftsregion sei, sei das Lkw-Aufkommen in beiden Landkreises sehr hoch, da die produzierten Waren und die damit verbundenen angelieferten Rohprodukte transportiert werden müssen. Ziel der Beamten sei es Mängel aufzudecken und bei gravierenden Mängel die Fahzeuge umgehend aus den Verkehr zu ziehen. So würden die speziell ausgebildeten Beamten ein wichtigen Teil der Verkehrssicherheit leisten."

Zudem legten die Beamten ein besonderes Augenmerk auf Tiertransporte, da es in den Nachbarländern bereits zum Ausbruch der Vogelgrippe gekommen ist. So wurde während der Kontrolle gezielt auf Geflügeltransporte aus den Niederlanden geachtet.

Bei der Kontrolle machten die Beamten folgende Feststellungen:

Ein 32-jähriger Fahrer eines Sattelzuges, beladen mit Weizen auf dem Weg von Polen nach Garrel, wurde in Vechta kontrolliert. Dabei wurde eine leichte Überladung (1640 kg), eine Geschwindigkeitsübertretung von 24 km/h und Verstöße gegen arbeitszeitrechtliche Vorschriften festgestellt. Die Beamten erhoben vor Ort eine Sicherheitsleistung, bevor der Pole seine Weiterfahrt fortsetzen konnte. . Ein 43-Jähriger Mann aus Vechta fuhr mit seinem Lkw, beladen mit Füllsand, die B214, von Steinfeld in Richtung Holdorf. Bei der Kontrolle wurde eine Überladung von 12% festgestellt. Dem Mann erwartet nun ein Punkt in Flensburg und ein empfindliches Bußgeld.

In Holdorf wurde ein 30-Jähriger Mann aus Belgien angehalten. Dieser war auf dem Weg von Belgien nach Steinfeld zu einer Geflügelschlachterei. Bei der Kontrolle konnte er keinerlei Arbeitszeitnachweise vorlegen, zudem führte er keinen Führerschein mit. Ob er überhaupt einen besitzt, konnten die Beamten vor Ort nicht ermitteln, weitere Ermittlungen in Belgien sind erforderlich, ein Bußgeldverfahren wurde eingeleitet.

In Steinfeld stoppten Beamte einen Großtraumtransporter. Der Fahrer dieses konnte auch nur einen Bruchteil seiner erforderlichen Arbeitszeitnachweise vorlegen, auch hier wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Auch im Nordkreis von Vechta konnte die Beamten zahlreiche Verstöße feststellen: Auf der B69 in Langförden stoppten Beamte den Fahrer eines landwirtschaftlichen Gespannes. Dieser war randvoll mit Kartoffeln beladen und auf den Weg von Rehden nach Cloppenburg. Bei einer durchgeführten Wägung stellten die Beamten fest, dass das Gespann um mehr als 10% überladen war. Auch hier wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Auf der B69, Kreisgrenze zu Diepholz,stoppten die Beamten einen Lkw der mit Mastschweinen beladen war. Der Fahrer dieses Lkw konnte den Beamten keine Befähigung nachweisen, dass er Schweine transportieren darf, zudem führte er das erforderliche Desinfektionskontrollbuch nicht ordnungsgemäß. Auch das Fahrzeug wies erhebliche Mängel auf: Drei Reifen waren fast vollständig abgefahren und vom Lkw lief Kot und Urin der Schweine auf die Straße, weil die Reinigungsstutzen nicht geschlossen waren. Die Weiterfahrt wurde untersagt.

In Calveslage legte ein 65-jähriger Brummifahren den Beamten eine falsche Wiegenote vor. Die Beamten steltenn nämlich bei der Wägung fest, dass das Gewicht des Lkw tatsächlich eine Tonne schwerer war, als auf der Wiegnote angegeben war. Gegen den Mann wird nun ermittelt.

Ein 38-jähriger Lkw aus Espelkamp transportierte Dünger nach Garrel. Die Beamten stellten bei der Kontrolle fest, dass der Mann keine Fahrerkarte in das digitale Kontrollgerät eingelegt hatte, welches die Arbeitszeit des Fahrers erfasst. Dem Mann droht nun ein empfindliches Bußgeld.

Ebenfalls auf der B69 stoppten die Beamten einen Holztransporter eines 24-jährigen Niederländers. Dieser fuhr von Uelzen nach Dörpen. Bei der Wägung stellten die Beamten fest, dass das Fahrzeug um 7 Tonnen überladen war. Daher wurde vor Ort eine Sicherheitsleistung erhoben. Auch hier wurde die Weiterfahrt untersagt.

Insgesamt kontrollierten die Beamten 37 Fahrzeuge, davon musste die Polizei 25 beanstanden. Diese hohe Beanstandungsquote von rund 70% zeigt auf, wie wichtig solche Kontrollen sind. Daher wird die Polizei auch zukünftig Schwerpunktkontrollen durchführen.

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