Polizeiinspektion Cloppenburg / Vechta

POL-CLP: Pressemeldung der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta vom 21.03.2014 für den Bereich Cloppenburg

Cloppenburg/Vechta (ots) - Pressebericht zur Schwerlastkontrolle vom 20./21.03.2014

In der Nacht vom 20.03. auf den 21.03.14 wurde auf den Parkplätzen "Soestetal" an der Bundesstraße 72 eine Großkontrolle durch Beamte der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta durchgeführt. Dabei wurde das Hauptaugenmerk auf die Überwachung des Schwerlastverkehrs und die Kriminalitätsbekämpfung gelegt. Insgesamt wirkten über 100 Einsatzkräfte an den stationären Kontrollen auf den Parkplätzen und den mobilen Kontrollen auf den Ausweichstrecken der umliegenden Bundesstraßen mit. Dabei wurde die Polizei hervorragend durch das THW Cloppenburg unterstützt, das für eine taghelle Ausleuchtung der Kontrollstelle sorgte. Neben dem THW nahm das Hauptzollamt Osnabrück mit der "Kontrolleinheit Verkehrswege" und der "Finanzkontrolle Schwarzarbeit" teil. Zudem beteiligte sich der Landkreis Cloppenburg mit der Bußgeldstelle und der Straßenverkehrsbehörde. Auch Studenten der in Oldenburg ansässigen Polizeiakademie schauten im Rahmen der Ausbildung den Kontrolleuren über die Schulter und sammelten so erste Praxiserfahrung. Im Rahmen der Verkehrskontrollen wurden 83 LKW und 66 PKW unter die Lupe genommen. Im Schwerlastbereich lag die Beanstandungsquote mit 66 Prozent erneut sehr hoch. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass viele Brummifahrer bereits über soziale Netzwerke und dem Funkverkehr gewarnt wurden. Den traurigen Höhepunkt des Abends bildete ein 38 jähriger Litauer, der mit seinem 40-Tonner in die Kontrolle fuhr. Als er von einem Polizeibeamten auf möglichen Alkoholkonsum angesprochen wurde, bot er diesem unverhohlen eine Flasche Bier an. Der daraufhin durchgeführte Atemalkoholtest bestätigte die Vermutung des Beamten: 2,26 Promille. Der Brummifahrer wurde der Dienststelle in Cloppenburg zugeführt, wo ihm eine Blutprobe entnommen werden sollte. Diese verweigerte er jedoch vehement und leistete Widerstand. Erst durch Unterstützung von 5 Beamten konnte er beruhigt werden. Die Nacht verbrachte er in der Ausnüchterungszelle. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet und er muss eine hohe Sicherheitsleistung hinterlegen. Sein Chef erschien mit einem Ersatzfahrer vor Ort und sprach dem Trunkenbold die Kündigung aus. Auch gegen einen 31 jährigen LKW Fahrer aus Hamburg wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Weil er bereits seine Tageslenkzeit überschritten hatte, nutzte er die Karte seines Chefs um Weiterfahren zu können. Er hielt es für unwahrscheinlich, dabei entdeckt zu werden. Dem Fahrer wurde noch vor Ort die Weiterfahrt untersagt. Es droht ihm, aber auch dem Unternehmen eine saftige Geldstrafe. Ein 26-jähriger Mitarbeiter eines Fensterbauunternehmens aus dem Emsland geriet ebenfalls in die Kontrolle. Er wollte mit einem Sprinter und Anhänger nach Hamburg fahren. Die Beamten stellten bei ihm fest, dass er nicht im Besitz eines Führerscheins für diese Kombination war. Auch hatte er kein gesetzlich vorgeschriebenes Kontrollgerät im Fahrzeug verbaut, so dass eine Überprüfung seiner Lenk- und Ruhezeiten nicht möglich war. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die Weiterfahrt wurde ihm untersagt. Auffällig oft konnten durch die Polizeibeamte massive Lenk- und Ruhezeitverstöße festgestellt werden. Bei mehr als einem Drittel aller kontrollierten Fahrzeuge wurde die tägliche Lenkzeit überschritten oder die Ruhezeit unterschritten. So wurden bei einem Niederländer und einem Polen jeweils Unterschreitungen der Wochenruhezeiten um 18 bzw. 20 Stunden festgestellt. In beiden Fällen wurde eine Sicherheitsleistung deutlich über 1000 Euro einbehalten. Weiter wurden zahlreiche Geschwindigkeits- (14), Ladungssicherungsverstöße (11) und technische Mängel (6) zur Anzeige gebracht. 10 Fahrzeugführern wurde vor Ort die Weiterfahrt untersagt. Auch die PKW Kontrollen blieben nicht ohne Ergebnis. Gegen einen Fahrzeugführer wurde ein Strafverfahren eingeleitet, da er nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war. Zwei weiteren Fahrzeugführern wurde das Mitführen von Waffen in Form eines Teleskopschlagstocks und eines Einhandmessers zum Verhängnis. Gegen beide wurde ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Zudem wurden bei den PKW Fahrern und ihren Mitinsassen diverse Verkehrsordnungswidrigkeiten geahndet.

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