Polizeiinspektion Cloppenburg / Vechta

POL-CLP: Cloppenburg/Vechta - Schwerlastkontrolle am Sonntag

Cloppenburg/Vechta (ots) - Am Sonntag, 19.01.14, wurde in der Zeit von 14.00 Uhr bis 22.00 Uhr durch Beamte der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta eine Sonderkontrolle zur Überwachung des gewerblichen Güterverkehrs durchgeführt. Das Hauptaugenmerk wurde dabei auf die Einhaltung der Bestimmungen zum Sonntagsfahrverbot gelegt. Die Verkehrskontrollen erstreckten sich über die Bundesstraßen 213 und 72 im Landkreis Cloppenburg sowie auf die Bundesstraßen 68 und 214 im Landkreis Vechta. Insgesamt wurden 15 Fahrzeuge überprüft, von denen elf bean-standet wurden. Dies entspricht einer Beanstandungsquote von 73 Prozent.

Fünf Fahrern musste noch vor Ort die Weiterfahrt untersagt werden, in erster Linie aufgrund einer fehlenden Ausnahmegenehmigung zum Sonntagsfahrverbot. So wurde in Cloppenburg ein 43-jähriger Fahrer eines Sattelzuges aus den Niederlanden kontrolliert. Er legte den Beamten zwar eine Dauerausnahmegenehmigung für Sonntagsfahrten vor, diese galt jedoch nur für den Transport von Bohrgestängen. Tatsächlich hatte er Spanplatten und Fensterrahmen geladen. Für den Fahrer war die Fahrt beendet. Gegen ihn und den Halter des Fahrzeuges wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Neben der Strafe wird geprüft werden, ob der ausstellende Landkreis die Ausnahmegenehmigung widerruft.

Auch zwei Fahrer von Klein-Lkw mit Anhängern im Bereich Lastrup wurde die Fahrt an diesem Sonntag zum Verhängnis. Ihnen war offensichtlich nicht klar, dass sie mit ihren Gespannen erst ab 22.00 Uhr wieder fahren durften. Beide Fahrzeuge wurden auf einem nahegelegenen Parkplatz abgestellt. Die Fahrer haben ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro zu erwarten. Dazu kommt noch ein Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg.

Neben Verstöße gegen das Sonntagsfahrverbot hat die Polizei erneut massive Überladungen festgestellt. Ein 52-jähriger Niederländer transportierte mit einem Sattelzug Bananen von Rotterdam nach Dänemark, als er von den Kontrollbeamten im Bereich Schneiderkrug angehalten wurde. Eine Wägung des Fahrzeugs ergab eine Überladung um mehr als elf Prozent. Eine Weiterfahrt war erst nach Abladen von 4,5 Tonnen möglich. Glücklicherweise konnte der Fahrer die Bananen in das Kühlhaus eines umliegenden Erzeugergroßmarktes zwischenlagern. Von ihm wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 165 Euro einbehalten. Gegen das Unternehmen haben die Beamten ein Vermögensabschöpfungsverfahren eingeleitet, um den zu Unrecht erwirtschafteten Vorteil einzubehalten. Vor Ort musste daher ein Betrag von 610 Euro bezahlt werden.

Zum Abschluss der Kontrolle wurde dann ein Klein-Lkw angehalten. Der 58-jährige Fahrer aus Schweden transportierte für einen bekannten Hersteller von Nutzfahrzeugen Fahrzeugteile. Eine Wägung brachte eine Überladung um mehr als 25 Prozent zu Tage. Dem Fahrer wurde die Weiterfahrt untersagt und er musste einen zweiten, geeigneten Lkw aus Schweden organisieren. Die Nacht verbrachte der Schwede in einem Hotel in Cloppenburg. Insgesamt musste er eine Sicherheitsleistung in Höhe von 330 Euro hinterlegen. Zudem erwarten auch ihn drei Punkte im Verkehrszentralregister.

Das Ergebnis zeigt einen erhöhten Kontrollbedarf im Bereich des zunehmenden Schwerlastverkehrs auf den hiesigen Bundesstraßen. Die eingesetzten Beamten zeigten sich jedoch erfreut, dass das Sonntagsfahrverbot von den gewerblichen Transportunternehmen zum großen Teil eingehalten wurde.

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