Bundeskriminalamt

BKA: Erfolge für die BKA-Zielfahndung - Festnahme international gesuchter Straftäter in Mainz und Frankfurt a.M. -

    Wiesbaden (ots) - Gleich zweimal stellten die Zielfahnder des Bundeskriminalamtes in den letzten Tagen ihre Effizienz unter Beweis: In Zusammenarbeit mit der Mainzer Polizei nahm das BKA am Mittwoch (26.01.2005) einen gesuchten Angehörigen der italienischen Camorra fest; bereits am Dienstag (25.01.2005) war auf dem Frankfurter Flughafen ein seit 5 Jahren wegen Mordes gesuchter ungarischer Staatsangehöriger verhaftet worden. In beiden Fällen erwiesen sich die ausgezeichneten internationalen Kontakte der BKA-Zielfahndung sowie die gute Zusammenarbeit mit der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt a.M. als Schlüssel zum Erfolg.

    Raffaele L. werden zwei Morde sowie weitere Straftaten im Auftrag der neapolitanischen Camorra zur Last gelegt. Für den Mord an dem Bruder eines Staatsanwaltes war er im Januar 2004 in Italien zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Seit mehr als einem Jahr befand sich der 56-Jährige auf der Flucht und gehörte zu den dreißig meistgesuchten Straftätern Italiens. Den BKA-Zielfahndern gelang es gemeinsam mit italienischen Kollegen, Raffaele L. in Mainz aufzuspüren. "Dank der sehr guten Zusammenarbeit mit der Polizei in Mainz und der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt konnten wir den Fall in kurzer Zeit erfolgreich abschließen", sagte ein Zielfahnder. Raffaele L. wurde am Mittag des 26.01.2005 von Beamten des mobilen Einsatzkommandos (MEK) des BKA festgenommen und am 27.01.2005 der Ermittlungsrichterin vorgeführt, die ihm den Haftbefehl verkündete.

    Der 30-jährige Ungar Krisztian C. hatte am 04.09.2000 in Budapest mit einem Mittäter zwei Männer getötet und war seitdem auf der Flucht. Ungarische Gerichte hatten ihn wegen der Tat bereits in zwei Instanzen zu 17 Jahren Haft verurteilt. Interpol Budapest kam ihm auf die Spur und bat die Kollegen beim BKA um Hilfe. Die durch langjährige und gute Kontakte zwischen den Zielfahndern in Budapest und Wiesbaden erleichterten gemeinsamen Ermittlungen ergaben, dass Krisztian C. am 25.01. nach Deutschland einreisen wollte. Im Beisein des ungarischen Verbindungsbeamten und der Zielfahndung des BKA wurde der Gesuchte noch auf dem Vorfeld des Flughafens Frankfurt aM durch Beamte des Bundesgrenzschutzes festgenommen. Er leistete keinen Widerstand und gab an, den Grund seiner Verhaftung zu kennen.

    Beide Straftäter sitzen nun in Auslieferungshaft.

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