Polizeiinspektion Wilhelmshaven / Friesland

POL-WHV: Ermittlungsgruppe der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland nimmt zwei mutmaßliche Internetbetrüger fest

Wilhelmshaven (ots) - wilhelmshaven. Wegen des dringenden Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges befinden sich zwei mutmaßliche Internetbetrüger auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg seit letzter Woche in Untersuchungshaft. Bei vier Durchsuchungen ist umfangreiches Beweismaterial gesichert worden. Gegen zwei 21- jährige mutmaßliche Haupttäter sind auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle erwirkt worden. Gegen sie und zwei weitere junge Männer aus Wilhelmshaven und Friesland im Alter von 22 und 24 Jahren wurden bisher ca. 100 Ermittlungsverfahren eingeleitet, mit einer sich noch wesentlich steigernden Anzahl ist zu rechnen.

Unter Federführung der Staatsanwaltschaft Oldenburg hat eine eigens für diese Betrugsdelikte eingerichtete Ermittlungsgruppe im 3. Fachkommissariat des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland über mehrere Monate Vorermittlungen geführt. Hierdurch ergab sich folgendes Tatmuster:

Die mutmaßlichen Täter haben zunächst illegal Girokonten eröffnet. Die zur Legitimation notwendigen Ausweise waren zuvor entwendet worden oder wurden von Personen gegen Bezahlung zur Verfügung gestellt. Anschließend boten die Täter über verschiedene Internet- Plattformen hochwertige Waren wie Handtaschen, Kameras oder Autoreifen zu verlockend günstigen Preisen an. Die Täter tarnten sich als solide Anbieter. Zum Teil übersandten sie per E-Mail Bilder von Personalausweisen als vermeintliche Sicherheit, allerdings wurden die Ausweisdaten und -bilder wurden zuvor gefälscht oder verfälscht.

Kam ein Kontakt zwischen Anbieter und Interessent zustande, übermittelten die Täter die zuvor betrügerisch eingerichteten Bankverbindungen. Die Käufer, zu denen Personen aus dem gesamten Bundesgebiet zählten, überwiesen den vereinbarten Kaufpreis. Der Betrag wurde schnellstmöglich abgehoben und aufgeteilt. Die Ware wurde in keinem Fall geliefert.

Die Vorermittlungen führten zu Hinweisen über Tatverdächtige, die Ausweise besorgten und solche, die den weiteren Geschäftsablauf abwickelten. Auf diese Weise bestritten die Täter einen Teil ihres Lebensunterhaltes und richteten eine fünfstellige Schadenssumme an.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei: Betrüger verstehen es gut, Menschen mit niedrigen Preisen zu locken. "Seien Sie skeptisch, wenn hochwertige Waren zu günstigen Preisen angeboten werden! Jeder Einkauf im Internet sollte gründlich geprüft werden, beispielsweise auf sichere Zahlungswege oder auf das Widerrufs- und Rückgaberecht!"

Wer Opfer eines Betrugs beim Online-Kauf geworden ist, sollte bei der Polizei Anzeige erstatten! Die Polizei rät: Sollte Ihnen ein Personal- oder Bankdokument abhandenkommen, zeigen Sie dieses unmittelbar bei den Behörden an - so können Sie Missbrauch verhindern!

Die "Sieben Goldenen Regeln" zum sicheren Einkauf im Internet:

Regel 1: Wählen Sie sichere Passwörter und geben Sie diese niemals an Dritte weiter. Regel 2: Achten Sie auf technische Sicherheit bei der Datenübertragung. Regel 3: Überprüfen Sie die Seriosität des Anbieters. Regel 4: Prüfen Sie Artikelbeschreibung sowie Versand- und Liefer-bedingungen. Regel 5: Wählen Sie sichere Zahlungsmethoden. Regel 6: Achten Sie auf Ihr Widerrufs- oder Rückgaberecht bei gewerblichen Anbietern. Regel 7: Schützen Sie sich vor Datenklau.

Nähere Information erhalten Sie auch unter www.kaufenmitverstand.de

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Telefon: 04421/942-104
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