Polizeiinspektion Wilhelmshaven / Friesland

POL-WHV: Ein Vielzahl von betrügerischen Anrufen bei der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland - Polizei warnt erneut vor dem sog. Enkeltrick und bittet, die Polizei einzuschalten

Wilhelmshaven (ots) - Wilhelmshaven und Friesland. Wie die Polizei bereits am 25.03.2014 mitteilte, kam es in Wilhelmshaven zu einem Schockanruf, bei dem die Betrüger von der älteren Dame 1.000 EURO ergaunerten.

Seit der Presseveröffentlichung gingen bei der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland über 20 Anzeigen ein. In über 20 Fällen haben die Betrüger versucht, mittels Telefonat an Geld zu kommen.

Die Betrüger gehen bei dieser Betrugsmaschen eigentlich immer gleich vor: Die Täter rufen bei Mitbürgern, häufig russischer Abstammung, an und geben sich als Anwälte, Arzt oder andere Personen aus und behaupten, dass Verwandte in Schwierigkeiten seien.

Durch den am Telefon behaupteten Schicksalsschlag sehen sich gerade ältere Personen genötigt, das geforderte Geld zu besorgen. Wenig später werden die Geschädigten dann von dem Geldabholer zu Hause aufgesucht und geben die oft 4-stelligen Geldsummen an die unbekannten Täter heraus.

Das Phänomen "Enkeltrick" und der sogenannte "russische Schockanruf" , bei denen oftmals ältere, russischsprachige Mitbürger geschädigt werden sollen, sind leider nach wie vor ein großes Thema, das die Polizei immer wieder beschäftigt. Aufgrund der Vielzahl der Fälle im Stadtgebiet Wilhelmshaven, im Landkreis Friesland, aber auch überregional, muss von einem bandenmäßigen und gut organisiertem Vorgehen ausgegangen werden.

Die Polizei appelliert in diesem Zusammenhang insbesondere an die jüngeren Angehörigen älterer Menschen, über die Gefahren zu sprechen, die sich hinter der dreisten Masche dieser Betrüger verbergen.

"Die Vielzahl der Versuche macht deutlich, dass die Bürgerinnen und Bürger sensibler und vorsichtiger werden", betont Andrea Papenroth, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland . "Wenn Sie solch einen Anruf erhalten, geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis, halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen immer direkte Rücksprache mit den angeblichen Angehörigen und verständigen Sie die Polizei!" Papenroth weiter.

Eine Vielzahl dieser Anrufe wird oftmals aus Scham nicht bei der Polizei gemeldet, daher dürfte die Dunkelziffer dieser Versuche und auch tatsächlichen Taten weitaus höher liegen. Wenn die Polizei jedoch frühzeitig eingeschaltet wird, so kann das zur Ergreifung der Täter führen.

Für ein persönliches Beratungsgespräch kann man sich jederzeit an den Beauftragten für Kriminalprävention Dominik Tjaden unter der Rufnummer 04421/942-109 wenden.

Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat zum Thema "Enkeltrick/russischer Schockanrufer" ein Video entwickelt. Dieses Video kann man sich auf der Homepage des LKA Niedersachsen unter www.lka.niedersachsen.de ab sofort - auch in russischer Sprache - ansehen.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Wilhelmshaven / Friesland
Pressestelle Wilhelmshaven
Telefon: 04421/942-104
und am Wochenende über 04421 / 942-215
www.polizei-wilhelmshaven.de



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