Polizeiinspektion Verden / Osterholz

POL-VER: +++Polizei stellt sich auch im Landkreis Verden auf Schulanfang ein+++

POL-VER (ots) - Die älteren Schüler in Niedersachsen genießen sicher derzeit die letzten Ferientage, während viele der jungen Schulanfänger dagegen vermutlich schon ihrem Start ins Schulleben entgegen fiebern. Die Schulanfangszeit ist für Kinder und Eltern aufregend und mit vielen neuen Erfahrungen verbunden. "Weil wir wissen, dass diese Zeit mit besonderen Gefahren für die Kinder verbunden ist, legt auch die Polizei auf diese Zeit ein besonderes Augenmerk", erklärt Anika Wrede vom Präventionsteam der Polizei. - Zum Teil schon lange vor den Sommerferien werden jedes Jahr die zukünftigen ABC-Schützen in den Kindergärten von den Polizisten auf ihren Schulweg vorbereitet. Das geschieht durch Trainings, die zu Fuß im realen Verkehrsraum absolviert werden. - "Zur Schule- Aber sicher!" - Unter diesem Motto luden der Landkreis Verden und die Polizei alle Kinder, die dieses Jahr landkreisweit eingeschult werden, im Juni zu einem großen Aktionstag auf das Gelände der Oberschule in Langwedel ein. Dort gab es ein vielfältiges Programm: Infostände von Polizei, Feuerwehr, DRK, ADAC und Busunternehmen; Stationen zum Üben wie einen Rollerparcours und Aufführungen der Polizeipuppenbühne zum Thema. - Die Pädagogische Puppenbühne der Polizei besucht die Grundschulen während des ganzen Jahres und führt dort u.a. für die Erstklässler ein Stück zur Verkehrssicherheit auf. Diese Aufführungen werden von örtlichen Polizeibeamten begleitet und es erfolgen in der Regel an den besuchten Schulen im Nachhinein Verkehrskontrollen. - Der Schulweg sollte aus unterschiedlichen Gründen am besten zu Fuß zurückgelegt werden. Im Sinne der langfristig angelegten landesweiten Aktion "Kleine Füße -Sicherer Schulweg" sind in vielen Bereichen des Landkreises die sogenannten "Gelben Füße" auf den Gehwegen aufgebracht. Diese dienen als Orientierungshilfe für die kleinen Fußgänger und sollen zu gefahrenreduzierten Querungsstellen hinführen. - Nahezu alle Grundschulen im Landkreis werden mit dem sogenannten Schulweg-Ratgeber beliefert und gebeten, diesen an die Eltern zu verteilen. Aus dieser Broschüre können sie wichtige Tipps entnehmen. - Die Einrichtung von Schulexpressen (www.schulexpress) wird begleitet und es werden Verkehrshelfer wie Schüler- und Elternlotsen ausgebildet. - Die Eltern werden von Beamten der Prävention auf Einschulungselternabenden darüber informiert was sie für die Sicherheit ihrer Kinder tun können. - In den nächsten Wochen wird die Polizei durch vermehrte Kontrollen im Bereich der Schulen überprüfen, ob sich die "großen Verkehrsteilnehmer" an alle Regeln halten. Da die Kinder mit Schulbeginn oftmals anfangen sich eigenständig im Straßenverkehr zu bewegen -sei es auf dem Weg zur Bushaltestelle oder zu Fuß zur Schule -, ist es wichtig, den Schulweg vorher zusammen zu üben. Der Weg sollte gemeinsam festgelegt werden und Eltern sollten hier im Hinterkopf behalten, dass der kürzeste nicht immer der sicherste Weg ist. "Ein einmaliges Abgehen reicht allerdings nicht aus", so Anika Wrede. Vielmehr sollten die Eltern ihre Kinder wirklich so lange begleiten, bis sie das Gefühl haben, dass das Kind den Weg alleine meistern kann. Als Anhaltspunkt, ob das Kind alles verstanden hat, bietet sich eine Art Rollentausch an, bei dem die Kinder mal die erklärende Rolle der Eltern übernehmen. Weil Kinder leichter ablenkbar sind, aufgrund ihrer Größe einen anderen Blickwinkel haben und auch schlechter wahrgenommen werden als Erwachsene, bittet die Polizei alle Verkehrsteilnehmer darum, Rücksicht auf die Kleinen zu nehmen. "Übrigens sind auch Fünftklässler Schulanfänger", so Wrede weiter. Die Schüler müssen in diesem Alter oft das erste Mal aus ihrem gewohnten häuslichen Umfeld heraus weitere bzw. unbekannte Wege zu den weiterführenden Schulen zurücklegen. Hierbei nutzen sie vielmals für sie neue Verkehrsmittel wie Busse und Züge. "Üben Sie auch und gerade mit diesen größeren Schulanfängern die neuen Wege gründlich ein und sensibilisieren Sie Ihre Kinder für die Gefahrenpunkte auf den neuen Wege bzw. bei den neuen Verkehrsmitteln." empfiehlt die Verkehrssicherheitsberaterin der Polizei abschließend. Im Jahr 2015 sind 13 Kinder zwischen 6 und 14 Jahren im Landkreis Verden auf dem Schulweg leicht verletzt worden.

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