Polizeiinspektion Diepholz

POL-DH: + Polizei kontrolliert Tiertransporte im Raum Diepholz mit teilweise erschreckenden Feststellungen + Trunkenheitsfahrt in Syke + Zeugen nach Sachbeschädigung beim Kreismuseum Syke gesucht +

Diepholz (ots) - Diepholz - LKW-Kontrollen

Am gestrigen Dienstag führte die Polizei auf den Bundesstraßen rund um Diepholz wieder LKW-Kontrollen durch. Im besonderen Fokus standen diesmal Tiertransporte, so dass auch das Veterinäramt des Landkreises Diepholz in die Kontrollaktion mit eingebunden war. Vom frühen Morgen bis in den Nachmittag hinein stoppte die Polizei insgesamt 16 LKW, darunter vier Tiertransporte. Mit Ausnahme eines LKW musste bei allen anderen etwas beanstandet werden, ein erschreckendes Ergebnis. Neben Verstößen gegen Geschwindigkeitsbeschränkungen, Ladungsvorschriften und gegen die Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer gab es auch zum Teil erhebliche Mängel bei den Tiertransporten.

Ein baden-württembergisches Unternehmen transportierte in einem Sattelzug 149 Kälber vom Bodensee nach Vechta. Das Hubdach des Anhängers war hochgefahren worden, damit die Tiere ausreichend Stehhöhe hatten. Damit war allerdings die zulässige Höhe des Fahrzeugs deutlich überschritten, so dass diese Anzahl Tiere gar nicht hätte transportiert werden dürfen. Bei der Kontrolle kurz vor dem Ziel musste der 50 Jahre alte Fahrer zudem einräumen, dass für die Tiere kein Wasser mitgeführt wurde, wie es bei Beförderungen Pflicht ist, die länger als acht Stunden dauern. Er war mit seinem Beifahrer bereits seit mehr als elf Stunden praktisch nonstop unterwegs. Es wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet gegen die beiden Fahrer und den Unternehmer, mit dem Ziel, die zu Unrecht erlangten Einnahmen von etwa 2.000 Euro abzuschöpfen.

Bei einer Kontrolle eines Tiertransportes in der Gemeinde Lembruch wurde der 29-jährige Fahrer eines PKW mit Anhänger angehalten. Der Fahrer war erheblich zu schnell unterwegs, was ihm ein deftiges Bußgeld sowie ein Fahrverbot einbringen wird. In dem Anhänger wurde eine Kuh transportiert, die ihre Hinterbeine nicht bewegen konnte. Das Tier hatte sich am Vortag im heimischen Stall erheblich verletzt und war unfähig zu stehen. Im Landkreis Nienburg war die Kuh dann mit Hilfe eines Frontladers auf den Anhänger bugsiert worden und sollte zu einem Schlachter im Landkreis Osnabrück gebracht werden. Der zum Kontrollort gerufene Veterinär des Landkreises Diepholz ordnete an, dass das Tier durch eine Tierärztin von seinen Leiden erlöst und sofort eingeschläfert wurde. Den Fahrer sowie den Besitzer der Kuh erwarten nun Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. Derart verletzte Tiere zu transportieren ist aufgrund der erheblichen Leiden, die ihnen zugefügt werden, strikt verboten.

Bei der Kontrolle eines 31-jährigen Fahrers eines Transportes mit Lebendgeflügel fielen den Beamten seine Notizen über die geleisteten Arbeitszeiten der letzten Monate in die Hände. Die Daten seiner Fahrerkarte, die die Tätigkeiten elektronisch erfasst, hatten zwar keine nennenswerten Verstöße ergeben. Allerdings hatte der Fahrer akribisch aufgelistet, wann er seine Fahrerkarte gar nicht erst in den Fahrtenschreiber gesteckt hatte, bzw. wann er die Karten anderer Fahrer verwendet hat. Auch ihn und den Unternehmer erwarten empfindliche Geldbußen.

Syke - Trunkenheit im Straßenverkehr

In den frühen Morgenstunden des heutigen Mittwoch gegen 05:00 Uhr zog die Polizei in Syke einen Alkoholsünder aus dem Verkehr. Auf der Ernst-Boden-Straße war ein 30-jähriger Mann aus Twistringen mit seinem BMW unterwegs, als er in das Visier einer Streife geriet. Aus dem Fahrzeug schlug den Beamten deutlicher Alkoholgeruch entgegen, ein Test vor Ort ergab dann 2,39 Promille. Der Mann musste zur Blutprobe mit auf die Wache, wo ihm auch gleich der Führerschein abgenommen wurde. Gegen den 30-jährigen wird nun wegen Trunkenheit im Straßenverkehr ermittelt.

Syke - Sachbeschädigung

Nach einer Sachbeschädigung in den vergangenen Tagen beim Kreismuseum in Syke ermittelt die Polizei und sucht nach Zeugen. Unbekannte Täter zerstörten im Waldstück Krendel hinter dem Museum Teile eines dort angelegten Stegs. Die Vandalen machten sich dabei auf einer Länge von 40 Metern an den Pfosten und dem Geländer des Stegs vom Weg im Krendel zur Hache zu schaffen. Die einzelnen Holzteile wurden letztlich in die Hache geworfen. Insgesamt beläuft sich der entstandene Schaden auf etwa 2.500 Euro. Hinweise zu den Tätern nimmt die Polizei in Syke unter Telefon 04242/9690 entgegen.

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