Polizeiinspektion Delmenhorst / Oldenburg - Land / Wesermarsch

POL-DEL: POL-DEL: Stadt Delmenhorst - Wanderausstellung "Ordnung und Vernichtung - Die Polizei im NS-Staat" im Rathaus der Stadt Delmenhorst - Polizei zieht eine positive Bilanz

POL-DEL: POL-DEL: Stadt Delmenhorst - Wanderausstellung "Ordnung und Vernichtung - Die Polizei im NS-Staat" im Rathaus der Stadt Delmenhorst - Polizei zieht eine positive Bilanz
Oberbürgermeister der Stadt Delmenhorst Patrick de La Lanne, der niedersächsische Minister für Inneres und Sport Boris Pistorius, und der Leiter der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Kand/Wesermarsch bei der Eröffnung der Ausstellung

Delmenhorst (ots) -

Die vom 07. bis 28. Februar 2014 im Rathaus der Stadt Delmenhorst 
präsentierte Ausstellung "Ordnung und Vernichtung - Die Polizei im 
NS-Staat" verlief aus Sicht der Polizei und des Kriminalpräventiven 
Rates der Stadt Delmenhorst sehr erfolgreich. Sie war in den drei 
Wochen gut besucht und erfuhr sowohl von Polizeibeamtinnen und 
-beamten als auch von anderen Interessierten regen Zuspruch.  
Der niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Herr Boris 
Pistorius, eröffnete mit folgenden Worten am Freitag, 07. Februar 
2014,  die Delmenhorster Ausstellung:  
"Die Ausstellung ´Die Polizei im NS-Staat´ zeigt uns, was passiert, 
wenn unser demokratisches System und die Grundrechte plötzlich nichts
mehr wert sind, so wie es in der NS-Zeit der Fall war. Ich finde es 
wichtig, dass diese Ausstellung auch von Polizisten konzipiert und 
zusammengestellt worden ist - das unterstreicht das Selbstverständnis
als moderne, offene Bürgerpolizei, die auch den kritischen Blick in 
die eigene Vergangenheit nicht scheut."  
Am Tage der Ausstellungseröffnung folgten etwa 80 geladene Gäste der 
Einladung vom Leiter der Polizeiinspektion 
Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch, Polizeichef Jörn Stilke. Nach
den Grußworten des Inspektionsleiters, des Oberbürgermeisters der 
Stadt Delmenhorst, Patrick de La Lanne und dem Vorsitzenden der 
jüdischen Gemeinde Delmenhorst, Pedro Becerra folgte die offizielle 
Eröffnung durch Herrn Pistorius. Im Anschluss strömten die Gäste 
zahlreich in die Präsentationsfläche, nachdem sie vom Regierungsrat 
Dr. Dirk Götting bereits inhaltlich in die Ausstellung eingestimmt 
wurden. 
Der Kern der Ausstellung wurde von der Deutschen Hochschule der 
Polizei und dem Historischen Museum in Berlin im Jahr 2011 erstellt 
und die Kernthesen von einem Team von Historikern der Polizeiakademie
Niedersachsen im Jahr 2012 mit spezifisch niedersächsischen Inhalten 
erweitert. Weiterhin konnte die Ausstellung um Exponate aus 
Delmenhorst und dem Landkreis Oldenburg ergänzt werden. 
Zahlreiche Exponate über die Beteiligung der Ordnungspolizei an den 
Schreckens-Taten in der NS-Zeit - von den Anfängen in der Weimarer 
Republik über Schilderungen zu Mobilen Mordkommandos und schließlich 
auch die Polizeiverbrechen vor Gericht - wurden in der Ausstellung 
präsentiert. Nicht nur die Geheime Staatspolizei (Gestapo) hat in der
Zeit des Nationalsozialismus Angst und Schrecken verbreitet. Auch die
Schutzpolizeien haben aktiv ihren Beitrag zum damaligen Regime 
geleistet und waren ein zentrales Herrschaftsinstrument des 
NS-Staates.   
Eine "After-Work-Veranstaltung" fand am Mittwoch, 12. Februar 2014, 
im Rahmen der Wanderausstellung statt. Für einen Fachvortrag mit 
anschließender Führung durch die Ausstellung konnte Dr. Dirk Götting 
vom Polizeimuseum Niedersachsen gewonnen werden. Etwa 60 
interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer nahmen an der Veranstaltung 
teil. Herr Dr. Götting bestach durch seine lebendige Art und fesselte
das Publikum mit vielen Schilderungen von den frühen Anfängen der 
NS-Zeit als auch den lokalen Bezügen, die selbst 
Geschichtsinteressierten noch unbekannt waren.  
Während der Ausstellungsdauer im Rathaus der Stadt Delmenhorst war 
ein reges Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der Ausstellung zu 
beobachten. Insgesamt 15 Klassen der Delmenhorster Schulen wurden in 
den drei Wochen durch die Ausstellung begleitet. Weiterhin waren 
zahlreiche Einzelpersonen zu den Öffnungszeiten des Rathauses in der 
Ausstellung anzutreffen.  
Zitate aus dem Besucherbuch: 
- "Eine beeindruckende, erschreckende Ausstellung, die uns alle 
mahnt, wachsam zu bleiben und Courage zu haben. Jeder kann an seinem 
Platz Täter werden. Jeder kann 	heute etwas tun, um unseren 
Rechtsstaat zu stärken und zu schützen" 
- "Sehr gute Ausstellung" 
- "Scham und Trauer erfüllen mich" (ehemaliger Delmenhorster 
Kriminalbeamter) 
- "Die 9a der IGS Delmenhorst fand die Ausstellung spannend und 
sehenswert. Danke dafür" 
- "...uns hat besonders der Teil, wo auf das lokale Geschehen 
eingegangen wird, gefallen. Danke für diese Ausstellung, die auch 
heute nicht - mit dem Thema Polizeiwillkür -  an Aktualität verloren 
hat" 
- "Wir finden gut, dass die Verbrechen der damaligen Zeit aufgeklärt 
werden. Es ist 	immer noch vieles offen - jedoch haben wir bei dieser
Ausstellung viel dazu gelernt. 	Wir hoffen, dass so was nicht noch 
mal passiert und dass die Welt aus der Habgier 	eines einzelnen 
Mannes gelernt hat" 
Die Wanderausstellung erfuhr insgesamt große Aufmerksamkeit in der 
Bevölkerung und auch junge Menschen setzten sich sehr offen mit dem 
Thema "Polizei in der NS-Zeit" auseinander. Die Besucher nahmen die 
Aufarbeitung  der Polizeigeschichte und die bewusste Konfrontation 
mit der Vergangenheit äußerst positiv auf und zeigten sich von der 
Ausstellung beeindruckt.  

Jennifer Koch

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