POL-VIE: Viersen: Zwei Überfälle auf Spielhallen

Viersen: (ots) - Kurz hintereinander überfiel der vermutlich selbe Mann am Freitagmorgen zwei Spielhallen in Viersen und Dülken. Gegen 07:50 Uhr betrat der maskierte und bewaffnete Räuber die Spielhalle auf dem Schultheißenhof, in der Nähe des Amtsgerichts Viersen. Er bedrohte die 38-jährige Angestellte mit einer Schusswaffe und forderte die Herausgabe von Bargeld. Die Angestellte deutete auf eine Geldkassette, der Räuber nahm die darin befindlichen einigen zig Euro Bargeld an sich, stopfte das Geld in eine mitgebrachte Plastiktüte und flüchtete zu Fuß. Der Mann wird wie folgt beschrieben: Er war etwa 180 cm groß und auffallend schlank. Er war mit einer dunkelbraunen Strumpfhose maskiert, die sein Gesicht komplett ohne Sehschlitze bedeckte. Er trug eine dunkle Jogginghose und eine schwarze Jacke. Er sprach Deutsch und hatte eine größere dunkle Schusswaffe bei sich.

Nur gut eine Stunde später, gegen 09:00 Uhr, überfiel der vermutlich selbe Mann dann eine Spielhalle in Dülken auf der Lange Straße. Die Spielhalle liegt im Kreuzungsbereich Lange Straße / Theodor-Frings-Allee / Ostgraben. Der maskierte Mann forderte auch hier unter Vorhalt einer Schusswaffe die Herausgabe von Bargeld. Er hielt dem 25-jährigen Angestellten eine Plastiktüte entgegen, in die der Angestellte mehrere zig Euro Bargeld füllte. Der Räuber entfernte sich. Bei seiner Flucht in Richtung Kreuzung Lange Straße / Amerner Weg wurde er von einem beherzten Zeugen verfolgt. Der 41-jährige Anwohner hatte den Mann bereits beobachtet, da er sich etwa fünf Minuten lang vor dem der Spielhalle gegenüber liegenden Versicherungsbüro aufgehalten hatte und die Spielhalle beobachtete. Als der Mann die Spielhalle betrat, beschloss der Zeuge aufgrund seiner Beobachtung und im Wissen, dass es bereits in den vergangenen Tagen Raubüberfälle auf Spielhallen in Viersen gegeben hatte, Nachschau zu halten. Als der couragierte Dülkener an der Spielhalle ankam, kam ihm der Räuber noch maskiert entgegen. Der Versuch, ihn festzuhalten, scheiterte. Der Zeuge verlor den Flüchtigen aus den Augen. Passanten, die an der Ampel an der Kreuzung standen, machten den Verfolger darauf aufmerksam, dass der Mann in Richtung Amerner Weg weggelaufen sei.

Diese Passanten werden dringend gebeten, sich als Zeugen zu melden. Der Räuber war etwa 170 cm groß und schmal. Er hatte dunkle, kurze Haare und einen leicht getönten Teint. Er war zwischen 18- 25 Jahre alt und mit einer dunklen Maskierung versehen, die ohne Sehschlitze das gesamte Gesicht bedeckte. Er trug schwarze Schuhe mit weißer Sohle, eine dunkle Jogginghose mit seitlichen weißen Streifen und eine schwarze Jacke. Während des Überfalls trug er eine blaue Kapuze und schwarze Handschuhe. Der Mann sprach akzentfreies Deutsch. Die Kripo geht sicher davon aus, dass es derselbe Mann war, der die beiden aktuellen Spielhallenüberfälle begangen hat. Ein Tatzusammenhang zu den beiden gescheiterten Überfälle auf Spielhallen in Dülken, über die wir am 9.12. in unserer Meldung 1909 und am 10.12. in unserer Meldung 1919 berichtet hatten, scheint wahrscheinlich. Ob es sich bei dem Räuber um den Mann handelt, dem ein Spielhallenüberfall in Mönchengladbach und ein Tankstellenüberfall in Viersen zur Last gelegt wird und nach dem mithilfe von Lichtbildern gefahndet wird, müssen die weiteren Ermittlungen ergeben. (Meldung 1908 vom 8.12.2015)

Zu den Überfällen vom heutigen Tag haben die Ermittler des KK 2 konkret weitere Fragen:

Wer hat am frühen Morgen rund um den Schultheißenhof verdächtige Beobachtungen gemacht? Möglicherweise hat sich auch hier der Räuber eine geraume Zeit aufgehalten und den Tatort beobachtet. Vielleicht haben Menschen, die beispielsweise ihrer Arbeitsstelle oder einen Termin im Amtsgericht aufsuchen wollten, etwas beobachtet?

Auch in Dülken bittet die Polizei neben den Passanten an der Ampel weitere mögliche Zeugen, die den Tatverdächtigen vor oder nach dem Überfall gesehen haben, sich zu melden.

Es scheint wahrscheinlich, dass der Tatverdächtige seinen Weg von Viersen nach Dülken zwischen 08:00 Uhr und 09:00 Uhr in einem Auto, mit Bus oder Bahn, per Anhalter oder Taxi und nicht zu Fuß zurückgelegt hat. Mögliche Hinweise auf Männer, die der Personenbeschreibung entsprechen und die in der angegebenen Zeit zum Beispiel eine Busverbindung von Viersen nach Dülken genutzt haben, werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Rufnummer 02162/377-0 zu melden./ah (1931)

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Kreispolizeibehörde Viersen

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Antje Heymanns
Telefon: 02162/377-1191
Fax: 02162/377-1199
E-Mail: pressestelle.viersen@polizei.nrw.de

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