Kreispolizeibehörde Viersen

POL-VIE: Operation Seatbelt- Gurtmuffel unterwegs?

Kreis Viersen (ots) - Die Woche vom 10. - 16.03.2014 stand unter dem besonderen (europaweit geltenden) TISPOL - Motto "Operation Seatbelt / Kinderrückhaltesysteme". "Grenzen überschreiten, um Leben zu retten" lautet der Slogan von TISPOL, dem europaweiten Polizei-Netzwerk, das die Zahl der Verkehrsunfallopfer senken will. TISPOL steht für "Traffic Information System Police". Dabei handelt es sich um eine Nicht-Regierungsorganisation, hervorgegangen aus einem Zusammenschluss von Verkehrspolizeien der Mitgliedsländer der Europäischen Union mit Hauptsitz in London. Dieses europäische Verkehrspolizei-Netzwerk hat die Aufgabe, europaweit nationale Aktionen zur Durchsetzung der Vorschriften im Verkehrssektor zu koordinieren. Das Hauptziel ist die Reduzierung der auf Europas Straßen Getöteten und Schwerverletzten. TISPOL geht davon aus, dass die Verkehrsüberwachung und -ausbildung, wo immer zweckdienlich, einen bedeutenden Beitrag zur Verminderung der Zahl von Verkehrsunfallopfern leisten wird.

So wurden in dieser Woche auch im Kreisgebiet Viersen häufiger als sonst das Anlegen des Sicherheitsgurtes, besonders aber der sichere Transport von Kindern im Kraftfahrzeug kontrolliert. Ob im (passenden) Kindersitz, mit passender Sitzerhöhung oder einfach "nur" mit Gurt - bei der Sicherung der mitfahrenden Kinder war eine positive Tendenz erkennbar.

Als Höhepunkt dieser TISPOL-Woche kontrollierten- wie vorher angekündigt- am Freitag 14 Beamte der Direktion Verkehr die Gurtdisziplin in einem Sondereinsatz. Zunächst widmeten die Einsatzkräfte den Zufahrten zu Kindertagesstätten in St.Tönis und Lobberich ein besonderes Augenmerk. Erfreulich war, dass alle Kinder vorschriftsmäßig befördert wurden - dafür waren eine Menge Muttis und Vatis auf der Fahrt in Richtung Kita allerdings nicht angegurtet. "Ich musste nur schnell die paar 100 Meter fahren" oder "Ich bin ja nicht so schnell gefahren" oder "Ich muss anschließend noch schnell zu einem anderen Termin" waren die nicht üblichen Ausreden.

Dass es dann tatsächlich noch anschließend irgendwo anders hin ging, war an den nachfolgenden Kontrollstellen feststellbar: Auf der Anfahrt zu Einkaufsmärkten sowohl in St.Tönis als auch in Lobberich wurden neben den schon fast üblichen "Handyverstößen" auch wieder diverse erwachsene Gurtsünder mit einem Denkzettel (Verwarngeld) in Höhe von mindestens 30,00EUR belegt. Zum Abschluss des Kontrolltages kontrollierten die Einsatzkräfte die Abfahrt von Schulen in Brüggen und Kempen. Auch hier waren unzureichende oder nicht genutzte Kinderrückhaltesysteme erfreulicherweise wieder Fehlanzeige (wenn`s so bleibt: TOLL!!!) In Brüggen erwischte es allerdings einen 37jährigen Grefrather Cabriofahrer, der nicht nur wegen des tollen Sonnenscheins offensichtlich bester Laune war, sondern auch, weil er vom Vorabend noch unter dem Einfluss eines Joints stand. Ob die mindestens 500,00EUR Bußgeld oder das Untersagen der Weiterfahrt bei Cabriowetter die Laune getrübt haben, ist nicht bekannt. Auch nicht weiter fahren durfte ein 26-jähriger Mönchengladbacher, der obwohl er lediglich Führerschein Klasse B hatte, mit einem Kraftrad ohne Leistungsbeschränkung das gute Wetter nutzte. Hier ist eine Strafanzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis die Folge.

21 Gurtverstöße, zwei Elternbriefe bei minderjährigen Radfahrern, zwei Handyverstöße, eine Blutprobe mit Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen Fahrens unter Drogeneinfluss und eine Strafanzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis - so die Bilanz dieses Einsatzes. Wir bleiben am Ball./ah (381)

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