Kreispolizeibehörde Viersen

POL-VIE: Chance vertan- Untersuchungshaft für heranwachsenden Intensivtäter

Festnahme

Viersen-Dülken (ots) - Die intensive "Zuwendung", die Polizei und Justiz Jugendlichen widmen, um sie von einer kriminellen Karriere abzuhalten und wieder auf den rechten Pfad zurückzuführen, hat ihre Grenzen. Diese befinden sich dort, wo die jungen Straftäter die angebotenen Hilfestellungen, Ermahnungen und deutlichen Abmahnungen ignorieren und weiterhin straffällig werden. Im Ergebnis ist für diese Jugendlichen und Heranwachsenden als "Ultima Ratio" eine Untersuchungshaft unvermeidbar. Dieses Schicksal ereilte in diesen Tagen einen 18-jährigen Viersener, der der Polizei bereits seit langem als so genannter "Jugendlicher Intensivtäter" Kopfzerbrechen und viel Arbeit bereitete. Die Konsequenzen muss der junge Mann, der vergeblich versucht hatte, sich der drohenden Inhaftierung durch Flucht nach Süddeutschland entziehen, nun tragen und hat in der Haft nun Zeit, über sein bisheriges Verhalten nachzudenken. Er wurde in Augsburg festgenommen und wird in den nächsten Tagen ins Rheinland überstellt werden. Dem jungen Viersener, der zuletzt ohne festen Wohnsitz war, werden neben mehreren Körperverletzungen und Sachbeschädigungen auch ein Pkw-Diebstahl sowie mehrere Raubdelikte vorgeworfen. So hatte der 18-jährige vor einigen Wochen einen Pkw im weiteren Bekanntenkreis gestohlen und diesen anschließend, um seine Tat zu vertuschen, in einem Baggersee in Viersen versenkt. Auch raubte der Viersener mit Mittätern in mehreren Fällen Handys und Bargeld anderer Jugendlicher oder Heranwachsender. Besonders skrupellos zeigte er sich in einem Fall, als er unter einem Vorwand von seinem Mittäter ein auserwähltes Opfer zum Bahnhof Viersen lockte, um ihn dort gemeinsam mit seinem Mittäter auszurauben. Gemeinsam mit weiteren Mittätern wartete man in einem Hinterhalt auf den Lockvogel und das auserwählte Opfer. Dann überfiel man zunächst den Lockvogel, um dessen Rolle zu vertuschen und wandte sich anschließend dem zuvor auserwählten Opfer zu und raubte Bargeld und Handy. Dabei soll der nunmehr Inhaftierte dem Opfer mehrfach, als es bereits am Boden lag, gegen den Kopf getreten haben.

Der junge Mann wird in den nächsten Wochen Gelegenheit erhalten, sich zu den Tatvorwürfen zu äußern. Die Ermittlungen dauern noch an./ah (314)

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