Kreispolizeibehörde Viersen

POL-VIE: Überfälle im Drogenmilieu geklärt - gemeinsame Presseerklärung von STA Krefeld und Polizei Viersen -

Gaspistole

Kempen (ots) - Zwei schwere Raubüberfälle mit Waffen haben die Ermittler der Kripo Kempen in den letzten Tagen beschäftigt. Nun sind die Ermittlungen soweit gediehen, dass Polizei und Justiz die Öffentlichkeit unterrichten können: Zwei 18 und 20 Jahre alte Männer aus Duisburg und ein 16-jähriger Kempener sitzen bereits in Untersuchungshaft, nach einem weiteren 18-jähriger Verdächtigen aus Duisburg wird mit Haftbefehl gefahndet. Zwei Mittäter bei einem der beiden Raubüberfälle sind noch nicht identifiziert. Die diesbezüglichen Ermittlungen dauern an.

Am späten Abend des vergangenen Freitags (10. Januar) hatte ein 19-jähriger St. Huberter angezeigt, dass er gegen 19:45 Uhr, in einer Garage in St. Hubert von fünf unbekannten Männern beraubt worden sei. Die fünf Männer hätten ihn mehrfach geschlagen und getreten. Die ihm unbekannten Männer hätten ihn mit einer Pistole und einer Machete bedroht und ihm sein Smartphone sowie eine X-Box geraubt. Im Rahmen der Ermittlungen wurde den Beamten der Kripo recht schnell bewusst, dass sie offenbar in ein kriminelles Geflecht im Drogenmilieu gestoßen waren. Bei den weiteren Befragungen und Ermittlungen wurde dann bekannt, dass es bereits in den späten Abendstunden des 6. Januar zu einem ähnlichen Überfall auf einen 18-jährigen St. Huberter im Kendelpark gekommen war. Hier hatte sich der St. Huberter mit einem Bekannten aus Kempen verabredet, der in Begleitung zweier Männer aus Duisburg kam. Der noch flüchtige 18-jährige und der bereits Inhaftierte gleichaltrige Duisburger schlugen auf den St. Huberter ein und bedrohten ihn mit der im Foto abgebildeten täuschend echt aussehenden Gaspistole. Sie raubten ein Smartphone, einige hundert Euro Bargeld und einige Gramm Marihuana. Als der 19-jährige bereits am Boden lag, traten die Verdächtigen auf den Kopf des St. Huberters ein und ließen ihn letztendlich verletzt liegen. Der St. Huberter erlitt mehrere Frakturen und Schädelprellungen.

Vermutlich galt der Überfall am 10. Januar ebenfalls dem am 6. Januar Überfallenen. In der Garage aber trafen die fünf Männer am 10. Januar auf ein anderes Opfer. Bei den durchgeführten Wohnungsdurchsuchungen in Duisburg stellten die Kriminalbeamten die Machete und die Schusswaffe sowie Teile der geraubten Gegenstände sicher. Die wertvollen Smartphones hatten die Verdächtigen jedoch bereits versetzt. Die Handschellen für die drei Inhaftierten klickten am Montag.

Es ist bislang nicht eindeutig, was die genauen Hintergründe dieser Gewalttaten sind. Die Kripo vermutet, dass Drogengeschäfte Grund für die Überfälle, Körperverletzungen und Bedrohungen sein dürften. Die diesbezüglichen Ermittlungen dauern noch an. Die bislang ermittelten Tatverdächtigen sind für Polizei und Justiz keine Unbekannten. Die Männer sind durchgängig bereits wegen verschiedener Straftaten aufgefallen oder vorbestraft. Die Ermittlungen dauern derzeit noch an./ah

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