Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis

POL-SU: Benachbarte Polizeibehörden vereint gegen Einbrecher

Siegburg (ots) - Die Polizeibehörden im Oberbergischen Kreis, dem Rheinisch-Bergischen Kreis und dem Rhein-Sieg-Kreis vereinbaren enge Zusammenarbeit gegen Einbrecher Wohnungseinbrecher sind besonders in der dunklen Jahreszeit verstärkt aktiv. Dieses Phänomen lässt sich seit einigen Jahren bundesweit und auch in der hiesigen Region feststellen. Dabei machen die Täter nicht vor Gebietsgrenzen halt. Die Polizei hat es oft mit organisierten Einbrechergruppen zu tun, die sehr mobil sind.

Diese Täter treten mittlerweile nicht mehr nur in den Ballungsräumen auf, sondern auch zunehmend in den ländlicheren Regionen, wie sie im Oberbergischen Kreis, dem Rheinisch-Bergischen-Kreis und im Rhein-Sieg-Kreis zu finden sind. Eine spürbare Steigerung der Einbruchszahlen verzeichnen alle drei Polizeibehörden gleichermaßen.

Dieser Entwicklung wollen die Landratsbehörden mit vereinten Kräften verstärkt entgegenwirken. Wohnungseinbrüche beeinträchtigen das Sicherheitsgefühl der Menschen wie kaum eine andere Straftat. Daher trafen sich kürzlich die Abteilungsleiter der drei Kreispolizeibehörden, um über geeignete gemeinsame Maßnahmen zu beraten. Polizeidirektor Manfred Frorath (Rheinisch-Bergischer-Kreis), Leitender Polizeidirektor Günter Brodeßer (Rhein-Sieg-Kreis) und Polizeidirektor Thomas Sanders (Oberbergischer Kreis) schnürten gemeinsam mit ihren Kripochefs ein ganzes Maßnahmenbündel.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Vereinbarung ist die Intensivierung der Zusammenarbeit in den Ermittlungen und in der Informationsanalyse. Darüber hinaus werden sich die Behörden mit Einsatzkräften für flächendeckende Kontrollmaßnahmen sowie bei entsprechenden Erkenntnissen bei der Bildung gemeinsamer Ermittlungsgruppen unterstützen.

Der tägliche, aktuelle und anlassbezogene Informationsaustausch, nicht nur im Zusammenhang mit Ermittlungen bei Wohnungseinbrüchen und zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen, funktioniert bereits sehr gut.

Künftig werden die Kooperationspartner Fahndungsmaßnahmen überregional noch weiter ausdehnen, um der bekannten Mobilität der Einbrecher noch besser Rechnung zu tragen.

Die Kreispolizeibehörden wollen sich zudem gegenseitig auch personell bei gemeinsamen Kontrollmaßnahmen unterstützen. Beamtinnen und Beamte der drei Behörden werden gemeinsam Schwerpunkteinsätze gegen Einbruchskriminalität planen und durchführen. Ziel ist es, örtliche und überörtliche Täter zu verunsichern, von Taten abzuhalten oder möglichst auf frischer Tat festzunehmen. Die Zusammenarbeit soll helfen Tatserien zu erkennen und Tatverdächtige beweissicher überführen zu können. Es ist wichtig, überregional noch mehr Informationen zu den reisenden Tätergruppen zu gewinnen um so den Einbrechern ihr "Handwerk" zu erschweren. Diese Schwerpunktaktionen werden wechselnd in den jeweiligen Zuständigkeitsgebieten mit vereinter Personalstärke und der Unterstützung der Bereitschaftspolizei durchgeführt. Drei gemeinsame Einsätze sind bereits konkret in der Planung. Ein weiterer Einsatz wird zeitgleich in allen drei Behörden stattfinden.(Ri)

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