Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis

POL-SU: Polizeieinsätze zu Weiberfastnacht - Sicherheitskonzepte bewähren sich

Rhein-Sieg-Kreis (ots) - Mit rund 100 zusätzlichen Beamtinnen und Beamten, darunter auch Einheiten einer Einsatzhundertschaft aus Bochum, begleitete die Polizei die großen open air-Veranstaltungen in Siegburg, Sankt Augustin und Hennef. Bei den Feiern in Siegburg und Sankt Augustin waren, wohl auch wegen des guten Wetters, mehrere tausend Besucher zu verzeichnen. In Hennef waren es mehrere hundert Jecke. Die weit überwiegende Mehrheit feierte friedlich und fröhlich. Dies ist wohl auch den Sicherheitskonzepten zu verdanken, welche Städte und Polizei gemeinsam auf die Beine gestellt haben. So gab es neben einem konsequenten Glasverbot auch Zugangskontrollen, bei denen allzu alkoholisierte und aggressive Jecke sowie gefährliche Gegenstände bereits aussortiert wurden. Private Sicherheitsdienste und eine Vielzahl städtischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ordnungsbehörden und der Jugendämter sorgten zusätzlich für Sicherheit. Bewährt hat sich auch, dass die Sicherheitskräfte aggressive Personen bereits mahnend ansprachen, bevor es zu Körperverletzungen oder Sachbeschädigungen kam. In Siegburg erteilte die Polizei 4 aggressiven jungen Leuten Platzverweise. Sie mussten die Veranstaltung verlassen. Drei Jecke mussten in Gewahrsam genommen werden, weil sie aufgrund übermäßigen Alkoholgenusses in hilfloser Lage waren. Zu einem ungewöhnlichen Vorfall kam es an einem Fahrzeug der Bereitschaftspolizei. Zwei angetrunkene Troisdorfer im Alter von 18 und 20 Jahren warfen ein Absperrgitter auf das Transportfahrzeug der Polizei. Eine 40-jährige Mitarbeiterin der Stadt Siegburg hatte dies beobachtet und hatte versucht, die beiden Täter festzuhalten. Dabei wurde sie von dem 20-Jährigen ins Gesicht geschlagen und leicht verletzt. Als Polizisten einschritten, leistete der Troisdorfer heftigen Widerstand. Er musste letztlich gefesselt werden und kam zur Verhinderung weiterer Straftaten in eine Gewahrsamszelle.

In Sankt Augustin erhielten 4 Personen Strafanzeigen wegen Köperverletzungsdelikten und Beleidigung. Insgesamt 12 Teilnehmer mussten die Veranstaltung verlassen, weil sie massiv störten oder offensichtlich auf Schlägereien aus waren. Vier junge Männer landeten zur Ausnüchterung und zur Verhinderung von Straftaten in der Gewahrsamszelle.

Auch in Hennef waren schon im Vorfeld gemeinsame Streifen von Polizei, Jugend- und Ordnungsamt unterwegs. Sie achteten insbesondere auf die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen und nahmen einigen Schülerinnen und Schülern die Schnapsflaschen weg, die sie sich bereits auf dem Heimweg von der Schule besorgt hatten. Die Veranstaltung selbst verlief nahezu störungsfrei. Lediglich ein Störer erhielt einen Platzverweis. Fünf Personen mussten wegen übermäßigen Alkoholkonsums in umliegende Krankenhäuser eingeliefert werden.

Die Zahl der Karnevalisten, die wegen Alkoholvergiftung oder Verletzungen in den Sanitätszelten am Rande der Veranstaltungen landeten, hat die Polizei nicht abschließend erfasst. Neben den geschilderten Veranstaltungen hatte die Polizei im Verlauf von Weiberfastnacht "nur" 38 Einsätze mit Karnevalsbezug. Meist ging es um die Schlichtung von Streitigkeiten. Insgesamt wurden 5 Strafanzeigen wegen Körperverletzungen erstattet. Zwei Strafverfahren wurden wegen Widerstandes gegen Polizeibeamte eingeleitet.(Ri)

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