Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis

POL-SU: Betrüger versuchen kurz hintereinander, zwei Seniorinnen um ihr Erspartes zu bringen

Troisdorf (ots) - Zwei versuchte Enkeltricks in Troisdorf wurden der Polizei am 20.01.2014 gemeldet. Gegen 10:45 Uhr erhielt eine 88-jährige Troisdorferin einen Anruf. Der Anrufer gab vor, ein Verwandter zu sein, der dringend Geld benötige. Als die Seniorin ablehnte, Geld für den vermeintlichen Angehörigen bei ihrer Bank abzuheben, wurde das Gespräch beendet. Nur etwa 10 Minuten später erreichte eine 95-jährige ebenfalls in Troisdorf wohnhafte Seniorin ein Anruf eines Unbekannten. Dieser gab vor, ein Enkel zu sein, der gerade in der Nähe sei und zu Besuch kommen wolle. Auch dieser Anrufer gab vor, für eine wichtige Angelegenheit einen größeren Bargeldbetrag zu benötigen. Das Gespräch wurde jedoch beendet, als die Troisdorferin angab, dass sie zuerst zur Bank gehen müsse und zudem nicht alleine zuhause sei. In beiden Fällen meldeten sich die vermeintlichen Verwandten nicht mehr bei den Frauen. Die Polizei warnt vor der Masche der Betrüger und rät:

Die Täter rufen ältere Menschen unter dem Vorwand an, Verwandte (meistens Enkel oder Neffen) oder gute Bekannte zu sein: "Rate mal wer am Telefon ist?" Dann täuschen sie einen finanziellen Engpass vor und bitten um hohe Bargeldbeträge, weil sie das Geld sofort, aufgrund einer Notlage benötigen (z. B. nach einem Autounfall). Durch mehrere Telefonanrufe in kurzer Zeit erhöhen die Anrufer den psychischen Druck auf ihre Opfer, verbunden mit Appellen wie: "Hilf mir bitte!" Die Täter bitten um absolute Verschwiegenheit gegenüber Dritten (z. B. anderen Verwandten). Weil sie angeblich nicht selbst kommen können, vereinbaren sie mit den älteren Menschen ein Kennwort, das ein Freund oder Bekannter nennen wird, wenn er als Bote das Geld abholt. In zahlreichen Fällen haben die älteren Opfer nach solchen Gesprächen hohe Geldbeträge von ihrem Konto abgehoben, um dem vermeintlichen Enkel oder anderen Verwandten bzw. Bekannten zu helfen. Ihre Polizei empfiehlt den Angehörigen oder nahe stehenden Personen von älteren Menschen: Um ältere Menschen zu schützen, sprechen Sie mit ihnen über die Methoden der Trickbetrüger. Wenn Sie selbst angerufen werden: Seien Sie misstrauisch, wenn Sie jemand telefonisch um Geld bittet. Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner, z. B. oft ein angeblicher Enkel, Geld von Ihnen fordert! Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist. Rufen Sie ihn über die Ihnen bekannte oder selbst herausgesuchte Rufnummer zurück! Übergeben Sie niemals Geld an Ihnen unbekannte Personen. Informieren Sie sofort die Polizei über den Notruf 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt: Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie Opfer geworden sind und erstatten Sie eine Anzeige. Bei Fragen helfen Ihnen die im Opferschutz besonders geschulten Beamtinnen und Beamten Ihrer örtlichen Polizei gerne! Tel.: 02241 541-4777. (Br.)

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