Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss

POL-NE: Warnung vor der "Enkeltrickmasche" - Unbekannte ergaunern Geldsumme

Neuss (ots) - Aus aktuellem Anlass warnt die Polizei vor Betrügern, die mit der so genannten "Enkeltrickmasche" unterwegs sind.

Ein Senior aus Neuss fiel diesem Dreh am Montag (15.02.) zum Opfer. Gegen 13:30 Uhr meldete sich ein männlicher Anrufer bei dem Senior von der Lörickstraße und gab sich ihm gegenüber als sein Neffe aus. Der Anrufer schilderte, aufgrund eines "geplatzten" Bankschecks dringend Bargeld zu benötigen. Die Ausführungen klangen für den älteren Herrn glaubhaft, da er den Anrufer tatsächlich für seinen Verwandten hielt. Da der vermeintliche Neffe das Geld nicht selbst in Empfang nehmen könnte, erschien verabredungsgemäß wenige Minuten später eine unbekannte weibliche "Bankangestellte" bei dem Herrn. Vor dem Wohnhaus des Opfers fand dann die Geldübergabe statt, anschließend verschwand die Frau über die Lörickstraße in unbekannte Richtung. Nachdem dem Opfer dann Zweifel an der Angelegenheit kamen, nahm es kurze Zeit später mit seinem richtigen Verwandten Kontakt auf. Hierbei stellte sich heraus, dass unbekannte Täter erfolgreich den "Enkeltrick" angewendet hatten. Ihre Beute bestand aus mehreren tausend Euro. Eine Personenbeschreibung hinsichtlich der unbekannten Geldabholerin liegt vor: Zirka 20 bis 30 Jahre alt, etwa 150 Zentimeter groß, schmale Statur, dunkle Haare, auffallend kleiner Kopf mit spitzer Nase, bekleidet mit einer hellen Jacke/Mantel und einer Kappe.

Ähnlich erging es einem Senioren im Neusser Erfttal. Der 79-Jährige erhielt gegen 12:00 Uhr einen Anruf seines künftigen "Schwiegersohnes". Da der Mann dem unbekannten Anrufer gegenüber entschlossen auftrat, er vorgab, kein Geld zu haben, wurde das Gespräch schnell beendet. Es blieb somit bei einem versuchten "Enkeltrick", eine Geldübergabe fand nicht statt. Der Senior erstattete später richtigerweise Anzeige bei der Polizei.

Zeugen, die verdächtige Beobachtungen im Bereich Dreikönigenviertel gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 02131-3000 in Verbindung zu setzen.

Die Polizei nimmt den Vorfall nochmals zum Anlass, deutlich darauf hinzuweisen, sich auf eine Geldübergabe an fremde Personen überhaupt nicht einzulassen. Rufen sie den vermeintlichen Verwandten sofort zurück und fragen nach, ob dieser tatsächlich bei ihnen angerufen hat. Schnell wird sich klären, dass Betrüger versucht haben, an ihr Geld zu kommen. Erfahrungsgemäß halten sich Gruppen dieser Betrüger für einen längeren Zeitraum in einem bestimmten Gebiet auf. Daher ist nicht auszuschließen, dass es in den nächsten Tagen zu weiteren Betrugsversuchen kommt. Derartige Vorkommnisse sollten unverzüglich der Polizei gemeldet werden. Angehörige von älteren Menschen, die noch alleine in ihren Wohnungen leben, sollten mit den Seniorinnen und Senioren über die Masche der Betrüger sprechen.

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