Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss

POL-NE: Tötungsdelikt - Verdächtiger gefasst

Meerbusch (ots) - Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf und der Polizei im Rhein-Kreis Neuss.

Am Sonntag (30.3.), gegen 3:20 Uhr, erhielt die Polizei einen Hinweis, dass in einem Mehrfamilienhaus an der Straße "Eulengrund" in Lank-Latum eine verletzte Frau liegen würde. Bei der Anruferin handelt es sich um eine Anwohnerin. Im Treppenhaus fanden die alarmierten Rettungskräfte eine leblose Frau mit Stichverletzungen. Der Notarzt konnte nur noch den Tod der 41-Jährigen feststellen.

Nach ersten Ermittlungen kam es in der Wohnung, gegen kurz nach 3 Uhr, zu einer Auseinandersetzung zwischen dem 17-jährigen Sohn und der 41-Jährigen, in deren Verlauf der Jugendliche seine Mutter mit einem Messer angriff und schwer verletzte. Eine minderjährige Schwester des Verdächtigen war durch den Streit wach geworden. Der 17-Jährige flüchtete zu Fuß. Die Polizei leitete sofort umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein, in die auch ein Hubschrauber eingebunden war.

Gegen 7:40 Uhr konnten Polizeibeamte den Tatverdächtigen im Rahmen der Fahndung im Bereich der Wittenberger Straße festnehmen, nachdem die Fahnder ihn zuvor "Am Forsterberg" gesichtet hatten. Er leistete keinen Widerstand.

Die Mordkommission "Eulengrund" hat ihre Arbeit aufgenommen. In der Wohnung konnte eine mutmaßliche Tatwaffe sichergestellt werden. Die weitere Tatortarbeit, sowie Vernehmungen dauern an. Aus diesem Grund können zur Motivlage derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Ermittelt wird beim gegenwärtigen Sachstand wegen Totschlags, in wie weit auch Mordmerkmale verwirklicht sind, werden die weiteren Ermittlungsergebnisse zeigen.

Gegen den 17-Jährigen hat die Polizei in der Vergangenheit aufgrund von Eigentumsdelikten ermittelt. Außerdem kam es am 09.03.2014 in der Wohnung am "Eulengrund" zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem Sohn und seiner Mutter, durch die die Frau leichte Verletzungen erlitt. Gegen den 17-Jährigen sprach die Polizei ein 10-tägiges Rückkehrverbot aus und leitete ein Ermittlungsverfahren ein.

Der Opferschutz der Polizei ist im Einsatz. Zur Tatzeit befanden sich weitere minderjährige Kinder der Familie schlafend in der Wohnung.

Die Ermittlungen der Mordkommission dauern an.

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