POL-MK: Gemeinsame Pressemitteilung der Feuerwehr Lüdenscheid und der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis: Kontrolle von Rauchwarnmeldern ohne behördlichen Auftrag

Märkischer Kreis (ots) - In den Medien und in den sozialen Netzwerken tauchen in jüngster Vergangenheit vermehrt Berichte über die Kontrolle von Rauchwarnmeldern auf. Dabei sollen Personen, die sich als Feuerwehrleute ausgeben, sich unter dem Vorwand, die Rauchmelderpflicht kontrollieren zu wollen, Zugang zu Wohnungen verschaffen.

Nach übereinstimmender Aussage von Polizei und Feuerwehr sind solche Vorfälle im Märkischen Kreis zwar bisher noch nicht offiziell angezeigt worden, dennoch weist die Feuerwehr Lüdenscheid vorsorglich auf folgenden Sachverhalt hin:

Die Feuerwehr Lüdenscheid wird zu keinem Zeitpunkt durch eigenes oder fremdes Personal unangekündigte Kontrollen in Privatwohnungen vornehmen. Die Installation von Rauchwarnmeldern in Privatwohnungen, die seit geraumer Zeit für Neubauten verpflichtend ist, wird aufgrund von Übergangsvorschriften für Bestandsgebäude ab dem 01.01.2017 verpflichtend. Die Einhaltung dieser Vorschrift wird aber grundsätzlich nicht durch die Feuerwehr überprüft. "Natürlich haben wir ein großes Interesse daran, dass der Verpflichtung zur Installation von Rauchwarnmeldern nachgekommen wird, und stehen auch für Beratungen zur Verfügung", teilt uns hierzu Jörg Weber, Sprecher der Feuerwehr Lüdenscheid mit. "Diese Beratungen werden aber nur nach entsprechender Anforderung der Wohnungsbesitzer und nicht als Eigeninitiative der Feuerwehr durchgeführt." Informationen zur Rauchmelderpflicht und der Installation fänden sich auch im Internet, z.B. unter www.rauchmelder-lebensretter.de

Es kann sich, sollte jemand mit dieser Legende bei Ihnen vorsprechen, lediglich um den Versuch eines Betruges oder Diebstahls handeln. Die Täter möchten möglicherweise ausspionieren, ob jemand zuhause ist oder diese Situation für Ihre Zwecke ausnutzen. Die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis empfiehlt, derartige Personen niemals ins Haus zu lassen. Verständigen Sie stattdessen sofort den Notruf "110" und informieren Sie Ihre Polizei über den Vorfall. Dies gilt auch, wenn sich die vermeintlichen Feuerwehrleute mit einem Dienstausweis ausweisen können.

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis
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