Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis

POL-MK: Enkeltrick - Trickbetrüger im Märkischen Kreis aktiv

Märkischer Kreis (ots) - Altena Taubenstein Ein unbekannter männlicher Täter rief am gestrigen Donnerstag, in den Mittagsstunden, eine ältere Dame an und gab sich für ihren Enkel aus. Er gab an, 25.000,-- Euro für einen Autokauf zu benötigen. Als die Geschädigte angab, dass sich ihre Nichte um ihre Finanzen kümmern würde und diese das Telefonat übernahm, beendete der Täter das Gespräch. Eine Rufnummer wurdein diesem Fall nicht angezeigt.

Am Breiten Acker Bei einem weiteren Anruf bei einer Familie (ebenfalls in der Mittagszeit) versuchte der männlichen Anrufer mittels Enkeltrick per Telefon an 25.000,-- Euro der Geschädigten zu gelangen. Der Anrufer täuschte vor, dass es sich bei ihm um den Schwiegersohn der Geschädigten handelt. Die Angerufene wurde misstrauisch und beendete das Telefonat.

Iserlohn Auf der Alm Am gestrigen Donnerstag, 06.02.2014, 16:00 Uhr - bis 16:30 Uhr, klingelte ein Mann an der Wohnungstür der Geschädigten und betrat mit dem Vorwand einer Schadenslage (Rohrbruch) ihre Wohnung. Er öffnete sämtliche Wasserhähne in der Wohnung und versuchte nun die Wohnungsinhaberin , die sich zur gesamten Zeit im Flur aufhielt und ihn beobachtete, ins Badezimmer zu locken. Da diese sich nicht vom Flur weg bewegte, bemerkte diese nun zwei weitere Männer im Hausflur, die offensichtlich dazu gehörten. Der erste Mann ging nun aus der Wohnung mit den zwei weiteren Männern davon. Beschreibung: 1.Mann:

   - dunkelhäutig
   - zwischen 30 und 45 Jahre alt
   - deutsch ohne Akzent
   - gut gekleidet (weiße Jacke)
   - ca. 170 cm groß 

2.und 3.Mann:

   - beide stämmig
   - beide hellhäutig 

Eine Zeugin aus der Nachbarschaft hatte im genannten Zeitraum eine dunkelgrüne Limousine mit RE-... Kennzeichen stehen sehen, in der eine männliche Person saß.

Bei Anrufen - Enkeltrick - gehen sie nicht auf die Forderungen der unbekannten Anrufer ein, sondern informieren sie umgehend die Polizei über die Notrufnummer 110. Lassen sie keine fremden Personen u n b e a u f s i c h t i g t in ihrer Wohnung. Die Geschädigten haben alles richtig gemacht und haben bei ihren verdächtigen Wahrnehmengen umgehend die Polizei informiert.

Enkeltrick - Präventionsmaßnahmen Rate mal, wer am Telefon ist? So oder ähnlich steigen Betrüger in die Masche Enkeltrick ein, um ältere Menschen um ihr Erspartes zu bringen.

Das Phänomen "Enkeltrick" So gehen die Betrüger vor Sie rufen ältere Menschen unter dem Vorwand an, Verwandte (meistens Enkel oder Neffe) oder gute Bekannte zu sein. Dann täuschen sie einen finanziellen Engpass vor und bitten um hohe Bargeldbeträge, weil sie das Geld sofort aufgrund einer Notlage benötigen (z. B. nach einem Autounfall). Durch mehrere Telefonanrufe in kurzer Zeit erhöhen die Anrufer den psychischen Druck auf ihre Opfer verbunden mit Appellen wie: "Hilf mir bitte!" Die Täter bitten um absolute Verschwiegenheit gegenüber Dritten (z. B. anderen Verwandten). Weil sie angeblich nicht selbst kommen können, vereinbaren sie mit den älteren Menschen ein Kennwort, das ein Freund oder Bekannter nennen wird, wenn er als Bote das Geld abholt. In zahlreichen Fällen heben die älteren Opfer nach solchen Gesprächen hohe Geldbeträge von ihrem Konto ab, "um dem vermeintlichen Enkel oder anderen Verwandten bzw. Bekannten zu helfen". Die Taten begannen Ende 1999 zunächst im Hamburger Raum und breiteten sich danach im gesamten Bundesgebiet aus. Der "Enkeltrick" war nach Täterangaben unmittelbar aus einer Tathandlung des "Teppichbetruges" hervorgegangen. Das ältere weibliche Opfer hatte den "Teppichhändler" missverständlich als ihren Enkelsohn "erkannt" und ihm damit einen offensichtlichen Vertrauensvorschuss gewährt. Im Laufe des Gespräches wurde klar, dass der Anrufer das Geld auch ohne die Anlieferung minderwertiger Teppiche, nämlich als "Leihgabe" und somit auf vereinfachte und für den Täter "wirtschaftlichere" Art und Weise erlangen konnte. Unmittelbar danach erfolgten nacheinander Taten in verschiedenen Städten und ab März 2000 parallel an wechselnden Orten im Bundesgebiet. In der Folge richteten im Jahr 2000 einzelne Polizeibehörden (u. a. Berlin, Köln, Stuttgart, Wiesbaden) Ermittlungskommissionen ein. Nach Durchsuchungsaktionen und Festnahmen gingen die Fallzahlen in Deutschland zunächst massiv zurück. In zeitlicher Nähe dazu waren jedoch Taten in den deutschsprachigen Gebieten des benachbarten Auslands (Österreich, Schweiz, Belgien, Luxemburg) festzustellen, wobei zum Teil nachweislich die gleichen Tätergruppen involviert waren. Der Abgleich der polizeilichen Erkenntnisse führte in vielen Fällen zu dem Ergebnis, dass sich die Tatverdächtigen sowie deren Umfeld zuvor mit anderen Erscheinungsformen von Straftaten gegen ältere Menschen befasst haben, z. B. Teppich- oder andere Trickbetrügereien, Trickdiebstähle aus Wohnungen mit verschiedenen Legenden (Zetteltrick, Handwerker, Sparkassenangestellte etc.). Präventionstipps Die Polizei NRW empfiehlt den Angehörigen oder nahe stehenden Personen von älteren Menschen: Um ältere Menschen zu schützen, sprechen Sie mit ihnen über die Methoden der Trickbetrüger. Wenn Sie selbst angerufen werden: - Seien Sie misstrauisch, wenn Sie jemand telefonisch um Geld bittet. - Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald ihr Gesprächspartner, z.B. oft ein angeblicher Enkel, Geld von ihnen fordert! - Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist. - Rufen Sie ihn zurück! - Übergeben Sie niemals Geld an Ihnen unbekannte Personen. - Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt: Notrufnummer 110 - Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie Opfer geworden sind und erstatten Sie eine Anzeige. - Bei Fragen helfen Ihnen die im Opferschutz besonders geschulten Beamtinnen und Beamte Ihrer örtlichen Polizei gerne

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis
Pressestelle Polizei Märkischer Kreis
Telefon: +49 (02371) 9199-1220 oder 1221
E-Mail: pressestelle.maerkischer-kreis@polizei.nrw.de
http://www.polizei.nrw.de/maerkischer-kreis

Original-Content von: Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis

Das könnte Sie auch interessieren: