Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis

POL-MK: Die Polizeiwache Hemer verzeichnete erneut ein sehr lebhaftes Einsatz-Wochenende. Auszugsweise ist über folgende Ereignisse zu berichten:

Hemer (ots) - Am Samstagmorgen, 25.01.2014, meldete ein 45-jähriger Mann aus Hemer telefonisch eine Verkehrsunfallflucht und bat um Entsendung eines Funkstreifenwagens. Den Angaben zufolge sollte eine Grundstücksmauer stark beschädigt worden sein. Angeblich müsse das gesamte Bauwerk erneuert werden. Als zwei Polizeibeamte die angegebene Adresse in einem innenstadtnahen Wohngebiet aufsuchten, konnte dort jedoch beim besten Willen keine Beschädigung an der Mauer festgestellt werden. Daher teilten die Beamten dem Anrufer mit, dass kein strafbarer Sachverhalt festzustellen sei und dass auch keine Anzeige aufzunehmen sei. Hiermit war der 45-Jährige nicht einverstanden. Als die Beamten ihren Einsatz für beendet erklärt und im Fahrzeug Platz genommen hatten, öffnete die Person die hintere Tür des Funkwagens, nahm Dienstmütze, Schreibmappe und weitere Gegenstände heraus und warf sie in die Landschaft. Daraufhin stiegen die Beamten wieder aus ihrem Einsatzfahrzeug aus und forderten den Mann auf, dies zu unterlassen. Der Anrufer stürmte jedoch auf einen der Beamten ein, in der deutlich erkennbaren Absicht, diesen tätlich anzugreifen. Der Beamte wehrte den Angriff unmittelbar ab und brachte den Angreifer zu Boden. Nach heftigem Widerstand gelang es beiden Beamten, den Angreifer an Ort und Stelle zu fixieren. Es wurde ein Rettungswagen angefordert, der den Aggressor in ein Krankenhaus einlieferte. Von dort erfolgte unter Einbeziehung eines Ordnungsbeamten eine Verlegung in eine Fachklinik. Beide Polizeibeamte wurden bei dem Vorfall verletzt. Einer von ihnen wird mehrere Tage arbeitsunfähig sein. Gegen den Angreifer wurde Strafanzeige wegen Vortäuschens einer Straftat und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte erstattet.

In der Nacht zu Sonntag (26.01.2014) sollte der hinreichend polizeibekannte Fahrer eines silbernen VW Polo aus Hemer an einer Kontrollstelle der Polizei in Düsseldorf angehalten werden. Der 30-Jährige durchbrach jedoch die Anhaltestelle und entzog sich mit einer halsbrecherischen Verfolgungsfahrt dem Zugriff. Der Beschuldigte, dem die Fahrerlaubnis bereits 2008 entzogen worden war, hielt sich zunächst eine Zeit lang verborgen, fuhr dann aber im Laufe des Sonntagvormittags weiter in Richtung Hemer. Als er gegen 08:00 Uhr seine Wohnanschrift in Hemer-Westig ansteuerte, fuhr er wartenden Polizeieinheiten geradewegs vor die Nase. Als er seinen Polo abstellte, wurde er unmittelbar von Polizeikräften aus dem Wagen geholt und gefesselt. Da der Fahrer als Drogenkonsument bekannt war, erfolgte eine Durchsuchung des Pkw und der Person, ferner eine erkennungsdienstliche Behandlung. Die Vorfälle in Düsseldorf werden von der dortigen Polizeibehörde zur Anzeige gebracht. Wegen der Feststellungen im Bereich Hemer erging Strafanzeige wegen erneutem vorsätzlichen Fahren ohne Fahrerlaubnis. Gegen die verantwortliche Halterin des VW Polo wird gesondert Strafanzeige erstattet, da sie keine genügende Vorsorge getroffen hatte, um die Benutzung ihres Wagens zu verhindern.

Am Sonntagmittag (26.01.2014) kam es in einer Wohnung an der Urbecker Straße zu Streitigkeiten zwischen mehreren jungen Leuten, die sich in der Wohnung einer Freundin zu einem Computerspiel getroffen hatten. Im Verlauf der spielerischen Betätigung eskalierten die Meinungsverschiedenheiten zu einer handfesten Schlägerei, so dass die Polizei gerufen werden musste. Als die Beamten eintrafen, hatten sich zwei Beschuldigte bereits entfernt. Es wurde Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und wegen Unterschlagung einer Spielkassette erstattet.

An der Zentralen Unterbringungseinrichtung für ausländische Flüchtlinge in Hemer-Deilinghofen bleibt es nach wie vor "deutlich unruhig". Am Freitagabend (24.01.2014), gegen 21.30 Uhr, erfolgte ein erster Polizeieinsatz an der Unterkunft wegen eines Drogenfundes. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes hatten in einem der Hausflure unverkennbaren Marihuana-Geruch bemerkt. Als sie der Sache nachgingen, entdeckten sie mehrere Tütchen illegaler Drogen. Eine hinzu gerufene Polizeistreife beschlagnahmte die Betäubungsmittel und erstattete Strafanzeige gegen einen Asylbewerber marokkanischer Herkunft. Am Samstagabend (25.01.2014), kurz vor 20:00 Uhr, randalierte ein algerischer Asylbewerber an der Pforte der Unterkunft. Als er dort seinen Ausweis vorzeigen sollte, stieß er einen Sicherheitsmann beiseite und versuchte, der Aufsicht führenden Person eine glimmende Zigarette an den Hals zu drücken. Der Sicherheitsdienst konnte den Randalierer jedoch überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Eine Funkstreifenbesatzung lieferte den Angreifer ins Polizeigewahrsam ein und erstattete Strafanzeige wegen Körperverletzung. Wenig später bereinigten drei Funkstreifeneinheiten der Polizei gegen 21:00 Uhr einen weiteren Konflikt in der Unterkunft. Ursächlich war, dass ein Asylbewerber entgegen der bestehenden Hausordnung betrunken und unter Mitführung von Alkohol Einlass verlangt hatte. Nachdem er den Alkohol an der Pforte hinterlegt hatte, sollte der Störer vom Sicherheitsdienst zu seinem Zimmer geleitet werden. Auf dem Weg dorthin rastete der eritreische Mann völlig aus, angeblich weil er sich beleidigt fühlte. Ein weiterer Asylbewerber aus Eritrea mischte sich ein und ging auf den Sicherheitsdienst los. Die Angreifer wurden daraufhin vom Sicherheitsdienst abgewehrt. Als sich die Störer wieder beruhigt hatten, wurden sie in ihren Unterkunftsräumen belassen. Auch in diesem Fall erging Strafanzeige wegen Beleidigung und Körperverletzung. Am Sonntagabend (26.01.2014) kam es zu einem weiteren Einsatz. Zwei Polizeistreifen mussten einschreiten, weil sich einige junge Autofahrer auf der einen und einige Asylbewerber auf der anderen Seite des Unterkunftszauns gegenseitig mit allerlei Gegenständen bewarfen. Die Nachbarschaft war durch lautes Geschrei aufmerksam geworden. Die Polizei trennte die Parteien und sorgte für Ruhe. Die Polizei hat ihre präventive Streifentätigkeit in Absprache mit der Bezirksregierung bereits seit Donnerstag letzter Woche nochmals deutlich verstärkt.

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