Kreispolizeibehörde Heinsberg

POL-HS: Trickdiebstahl
Polizei sucht Zeugen

Heinsberg-Oberbruch (ots) - Eine 85-jährige Frau aus Heinsberg wurde am Dienstag (5. Juli) Opfer eines Trickdiebstahls. Gegen 13.30 Uhr stand ein unbekannter Mann vor der Tür ihrer Wohnung an der Pestalozzistraße und gab an, das Wasser prüfen zu wollen. Die Seniorin lies den Unbekannten eintreten, woraufhin dieser sie bat, sämtliche Wasserhähne im Badezimmer zu öffnen. Nachdem er angeblich alles überprüft hatte, verließ der Mann die Wohnung der Heinsbergerin wieder. Kurz darauf stellte die 85-Jährige fest, dass ihr Schlüsselbund fehlte. Bei Nachschau bemerkte sie außerdem den Diebstahl von Schmuck und Bargeld. Der Unbekannte war etwa 45 Jahre alt, zirka 170 Zentimeter groß und schlank. Er hatte dunkle Haare und trug ein Sakko sowie eine schwarze Hose. Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, die mit der Tat in Zusammenhang stehen könnten, werden gebeten, sich zu melden. Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat der Polizei in Hückelhoven unter Telefon 02452 920 0 entgegen.

Ein Trickbetrug ereignete sich im Bereich Gangelt. Durch die Mitteilung eines angeblichen Geld-gewinns wurde ein 76-jähriger Mann aus Gangelt seit dem 22. Juni mehrfach Opfer von Betrü-gern. Der Rentner erhielt zunächst einen Telefonanruf eines angeblichen Notars. Dieser teilte ihm mit, er hätte bei einem türkischen Preisausschreiben eine größere Geldsumme ge- wonnen. Um den Gewinn auszahlen zu können, müsse er ein Prozent der Gewinnsumme an Steuern überweisen. Der Senior ließ sich überzeugen und zahlte das Geld. Einige Tage später erhielt der Gangelter einen weiteren Anruf, diesmal von einem angeblichen Rechtsanwalt aus Berlin, der mitteilte, dass die Gewinnsumme angestiegen wäre und nun mehr Steuern gezahlt werden müssten. Der Anrufer setzte den 76-Jährigen geschickt unter Druck, so dass dieser das geforderte Geld überwies. Der angebliche Gewinn wurde jedoch nicht ausge-zahlt. Einige Zeit später meldete sich der Anrufer erneut. Diesmal habe angeblich die Überweisung nicht funktioniert. Wiederum wurde der Senior unter Druck gesetzt, so dass er abermals den-selben Geldbetrag auf ein ihm unbekanntes Konto überwies. Der angebliche Rechtsanwalt meldete sich Tage später wieder und teilte dem Mann mit, dass er festgestellt habe, dass vor der Gewinnauszahlung noch Schulden zu begleichen wären. Der Se-nior habe vor 20 Jahren bei einem Urlaub in der Türkei Schmuck erworben und die Steuern dafür nicht bezahlt, wodurch sich inzwischen eine höhere Schuldensumme angesammelt habe. Auch dieses Mal wurde erheblicher Druck auf den Gangelter ausgeübt, so dass dieser sogar ei-nen Kredit aufnehmen wollte, um die angeblichen Schulden zu begleichen. In der Bank erfuhr dann ein aufmerksamer Mitarbeiter von dem bisherigen Geschehen und informierte sofort die Polizei.

Dieser Fall zeigt wieder einmal sehr deutlich, wie skrupellos die Täter vorgehen. Sie versuchen ihr Opfer stets hartnäckiger zu bedrängen, um an weitere Wertgegenstände oder Geld zu kom-men.

Um nicht Opfer von Trickbetrügern- oder Trickdieben zu werden, rät die Polizei:

   - Seien sie misstrauisch, wenn sie jemand telefonisch um Geld 
     bittet!
   - Vergewissern sie sich, dass es sich tatsächlich um denjenigen 
     handelt, als der sich der Anrufer ausgibt und rufen sie zurück!
   - Erfragen sie den Namen des Anrufers, die Adresse der Firma sowie
     den Grund des Anrufs. Notieren sie zusätzlich die Uhrzeit sowie 
     die angezeigte Telefonnummer und informieren sie eine Person 
     ihres Vertrauens darüber!
   - Überweisen sie kein Geld auf ihnen unbekannte Konten!
   - Wenn ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt, oder verdächtige 
     Personen bei ihnen klingeln, wenden sie sich an eine 
     Vertrauensperson oder informieren sie die Polizei unter der 
     Notruf Nummer 110 !
   - Öffnen sie fremden Personen nicht die Tür!
   - Bewahren sie wenig Bargeld in ihrer Wohnung oder in ihrem Zimmer
     auf!
   - Lassen sie Wertsachen nicht offen herumliegen!
   - Sichern sie ihre Wohnungstür mit einem Sperriegel oder einem 
     Zusatzschloss!
   - Wenden sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn sie Opfer 
     geworden sind und erstatten sie Anzeige !
   - Bei Fragen helfen ihnen die im Opferschutz geschulten Beamtinnen
     und Beamten ihrer örtlichen Polizei gerne! 

Rückfragen bitte an:
Kreispolizeibehörde Heinsberg
Pressestelle
Telefon: 02452 / 920-2222
E-Mail: pressestelle.heinsberg@polizei.nrw.de
http://www.polizei.nrw.de/heinsberg

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