Kreispolizeibehörde Heinsberg

POL-HS: Senioren fielen auf sogenannte Schockanrufe nicht herein

Geilenkirchen (ots) - In den Nachmittagsstunden des 23. Januar (Donnerstag) erhielten mehrere Senioren im Bereich Geilenkirchen sogenannte Schockanrufe. In allen Fällen gaben sich die Anrufer als Ärzte einer Universitätsklinik aus und sprachen von einem schlimmen Verkehrsunfall. In der Klinik läge nun ein Angehöriger der Senioren, der dringend operiert werden solle. Dazu müsse aber ein höherer Geldbetrag sofort hinterlegt werden. In den Gesprächen wurden die älteren Damen und Herren zu ihren Vermögensverhältnissen befragt. Glücklicherweise fielen nach bisherigen Erkenntnissen die Senioren nicht auf diese Anrufe herein, sondern informierten sofort die Polizei. Die Ermittlungen sind aufgenommen worden und neun Betroffene haben Anzeige bei der Polizei erstattet. Es ist aber nicht auszuschließen, dass weitere Bürgerinnen und Bürger angerufen wurden oder sogar Opfer dieser Betrüger geworden sind. Deshalb werden diese sowie Personen, die Angaben zu den Tätern machen können gebeten, sich mit dem Kriminalkommissariat in Hückelhoven, Telefon 02452 9200, in Verbindung zu setzen. Leider kommt es immer wieder vor, dass Betrüger eine angebliche Notsituation ausnutzen wollen. Die Unbekannten melden sich meist telefonisch und geben vor, es habe ein Ereignis gegeben, bei dem ein Verwandter involviert sei. Dann beschreiben sie beispielsweise einen tragischen Unfall, ein anderes schlimmes Ereignis oder eine mögliche Haftstrafe. Den Gaunern mangelt es da nicht an Einfallsreichtum. Dann kommen die Täter zum eigentlichen Ziel ihres Anrufs, sie wollen Geld! Damit die angebliche Operation durchgeführt werden könne oder der Verwandte nicht in Haft müsse, sollen die Opfer entweder Geld auf ein Konto überweisen oder es direkt einem Boten, der gleich kommen würde, übergeben. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen und die Glaubwürdigkeit zu erhöhen, wird gerne auch ein angeblicher Rechtsanwalt, die Polizei oder auch die Staatsanwaltschaft mit ins Spiel gebracht. Die Betrüger versuchen auch ihr Opfer bis zum Eintreffen des Geldabholers am Telefon zu halten, damit es nicht mit dem Angehörigen oder der Polizei telefonieren kann. Um sie vor solchen und anderen Betrügern zu schützen rät die Polizei:

   - Seien Sie misstrauisch, wenn Sie jemand telefonisch um Geld 
     bittet oder es fordert.
   - Übergeben Sie niemals Geld an ihnen unbekannte Personen.
   - Informieren Sie sofort die Polizei über den Notruf 110, wenn 
     Ihnen ein Anruf verdächtig 

vorkommt.

   - Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie Opfer 
     geworden sind und erstatten 

Sie eine Anzeige.

   - Warnen Sie auch andere Mitbürger vor diesen Betrügern! 

Rückfragen bitte an:
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Pressestelle
Telefon: 02452 / 920-2222
E-Mail: pressestelle.heinsberg@polizei.nrw.de
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