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POL-HAM: Call ID-Spoofing - Kein Oberkommissar Braun bei der Hammer Polizei

Hamm (ots) - Die Internettechnik macht es möglich, dass Kriminelle die offiziellen Rufnummern von Behörden für ihre Interessen missbrauchen. So geschah es am Mittwoch (23.3.16) zum wiederholten Mal in Hamm. Mit der "110" im Display klingelte gegen 14.05 Uhr bei einer 64-jährigen Hammerin das Telefon. Der Unbekannte am anderen Ende gab sich als Oberkommissar Braun von der Hammer Polizei aus und behauptete, gegen die Angerufene laufe ein Betrugsverfahren. Sie habe im Vorjahr ein Auto gewonnen und es nicht abgeholt. Noch abstruser wurde es, als die 64-Jährige aufgefordert wurde, sich zur Klärung mit einem Zeitungsverlag in Verbindung zu setzen. Weitere Forderungen wurden nicht gestellt.

Das Phänomen, unter einer anderen Identität beziehungsweise Telefonnummer jemanden anzurufen, nennt sich Call ID Spoofing. Die Internet-Telefonie macht diese Masche möglich. Anstatt der Originalrufnummer wird in der Rufnummernanzeige eine x-beliebige Nummer angezeigt. Kriminelle missbrauchen dies, um sich vertrauliche Informationen zu beschaffen oder ihre Opfer unter Druck zu setzen. Die Betrüger sind sprachlich gut geschult und bedienen sich offizieller Rufnummern von Staatsanwaltschaften, Finanzämtern, Polizeidienststellen oder auch Rechtsanwaltskanzleien. Zum Teil werden die Durchwahlen von existenten Sachbearbeitern benutzt.

Die Polizei rät, am Telefon niemals sensible, persönliche Daten preiszugeben. Das Gespräch sollte man beenden. Im Zweifelsfall kann man anschließend selbst bei der entsprechenden Behörde anrufen und sich erkundigen.(ap)

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