Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Alptraum aller Eltern -Bundespolizisten verhindern Kindesentziehung-

Bundespolizeidirektion München: Alptraum aller Eltern
-Bundespolizisten verhindern Kindesentziehung-
Wenn Kinder mit nur einem Elternteil oder gar ohne Eltern ins Ausland reisen, sehen die Bundespolizisten am Münchner Flughafen ganz genau hin. So können die Beamten immer wieder Kindesentziehungen und -entführungen verhindern - oft buchstäblich in letzter Minute. Das anhängende Beispielbild zeigt eine Bundespolizei-Streife bei der ...

Flughafen München (ots) - Es ist wohl der Alptraum aller Eltern; die Kinder kommen nicht aus dem Kindergarten oder der Schule nach Hause, wurden ins Ausland verschleppt. Am Freitagnachmittag (20. Januar) bewahrten Bundespolizisten im Erdinger Moos eine junge Mutter aus dem österreichischen Leonding vor eben diesem Alptraum. Die Beamten stoppten einen 51-Jährigen, der sich offensichtlich ohne Wissen der Kindsmutter mit seinen 2 und 5 Jahre alten Kindern nach Tunesien absetzen wollte.

Bundespolizisten kontrollierten bei der grenzpolizeilichen Ausreisekontrolle des Nachmittagsfluges nach Tunis die Dokumente der Reisenden, als ihnen ein 51-Jähriger mit zwei Kleinkindern auffiel. Die drei waren ohne Mutter und Ehefrau unterwegs. Der Österreicher, offensichtlich der Vater des fünfjährigen Mädchens und des zweijährigen Buben und gebürtiger Tunesier, erzählte den Beamten von einem plötzlichen Todesfall in der Familie. Deshalb sei er mit den Kindern unterwegs in sein Geburtsland. Die Mutter der beiden Kinder sei bereits dort, könne telefonisch allerdings nicht erreicht werden. Auch eine schriftliche Einverständniserklärung der Kindsmutter zur aktuellen Reise konnte der 51-Jährige nicht vorlegen. Die erfahrenen Beamten wurden hellhörig und forschten auf verschiedenen Kanälen nach. Dabei sollten sie erfahren, dass die Mutter der Kinder die besagte Reise nach Tunis nie angetreten hatte. Ganz im Gegenteil sollten sie über die Kollegen vom Polizeikooperationszentrum in Passau herausfinden, dass die 29-jährige Kindsmutter just im selben Augenblick bei der Polizei an ihrem Wohnort in Österreich vorstellig geworden war. Die Frau erzählte den österreichischen Beamten gerade von ihrem Verdacht, dass ihr Mann die Kinder nach Tunesien verschleppen wolle. Er habe die Beiden aus dem Kindergarten abholen sollen, sei aber nicht nach Hause gekommen. Sie vermisse auch alle Pässe und eine größere Menge Geld. Als Grund für diesen Verdacht nannte sie die bevorstehende Scheidung. Aufgrund dieser Informationen nahmen die Bundesbeamten am Münchner Flughafen den Österreicher nun fest und seine beiden Kinder in Obhut.

Kaum hatten die deutschen Bundespolizisten die österreichischen Kollegen über die Festnahme des 51-Jährigen informiert, machte sich die Mutter der Kleinen umgehend mit dem Zug auf nach München. Sie wolle ihre Kinder wieder zurück.

Als die 29-Jährige kurz vor Mitternacht am Münchner Airport ankam, war der Alptraum für sie vorbei. Sie konnte ihre beiden Kinder wieder in die Arme schließen.

Inwiefern sich der 51-Jährige für seinen "Familienausflug" rechtlich verantworten muss, prüft nun die Staatsanwaltschaft in Landshut.

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