Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Schleusungskriminalität im Fokus - Rosenheimer Bundespolizei ermittelt gegen mehrere Schleuser

Im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Rosenheim wurde in der ersten Julihälfte im Durchschnitt jeden zweiten Tag ein mutmaßlicher Schleuser festgenommen.

Rosenheim / A 93 / A 8 (ots) - Am Montag (18. Juli) hat die Rosenheimer Bundespolizei auf der Inntalautobahn einen mutmaßlichen Schleuser gestoppt. Der Nigerianer wird beschuldigt, mit einem Pkw zwei Landsleute über die Grenze gebracht zu haben. Bereits am Wochenende wurden mehrere Afrikaner wegen Schleusungsverdachts auf der Autobahn Rosenheim - München festgenommen.

Am frühen Montagmorgen kontrollierten Bundespolizisten auf der A 93 am Autobahnparkplatz Heuberg die Insassen eines in Italien zugelassenen Fahrzeugs. Am Steuer saß ein nigerianischer Staatsangehöriger, der sich mit einem italienischen Fremdenpass ausweisen konnte. Seine beiden Mitfahrer hatten keine Papiere für den beabsichtigten Aufenthalt in Deutschland dabei. Die Bundespolizei geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass es sich um eine organisierte Schleusung handelt. Der 30-jährige Fahrer wird sich voraussichtlich schon bald wegen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen.

Ermittlungen wegen Schleuserei laufen auch gegen einen 39-Jährigen aus Ghana. Der Mann mit italienischer Aufenthaltserlaubnis wurde am Sonntag auf richterliche Anordnung hin in Untersuchungshaft genommen. Er war wegen Schleusungsverdachts auf der A 8 am Autobahnparkplatz Im Moos von Raublinger Schleierfahndern festgenommen worden. Ihm wird zur Last gelegt, drei Nigerianer mit dem Auto illegal ins Land gebracht zu haben. Einen mutmaßlichen somalischen Schleuser stoppten die Polizeibeamten am Samstag an der A8 auf Höhe Kolbermoor. Der 31-Jährige, der sich mit einem deutschen Flüchtlingspass auswies, fuhr zwei Somalierinnen mit seinem Pkw von Italien nach Deutschland. Die beiden Frauen hatten lediglich somalische Papiere dabei.

Über das Wochenende verteilt hat die Rosenheimer Bundespolizei insgesamt rund 130 Migranten registriert. Die meisten von ihnen konnten einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet werden. Der Fokus der Rosenheimer Ermittler richtet sich nach wie vor auf die Schleusungskriminalität. Im südlichen Abschnitt des deutsch-österreichischen Grenzgebiets wurde in der ersten Hälfte des laufenden Monats im Durchschnitt jeden zweiten Tag ein mutmaßlicher Schleuser festgenommen.

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Rainer Scharf (MSc)
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Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim ist eine der größten
Flächeninspektionen Deutschlands. Ihr gehören die
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Damit ist sie vom Berchtesgadener Land bis zur Bodenseeregion bahn-
und grenzpolizeilich zuständig. Im 650 Kilometer langen
deutsch-österreichischen Grenzgebiet gehen die rund 550
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor allem gegen illegale Migration
und Schleusungskriminalität vor. Auf über 1.150 Bahnkilometern und in
etwa 200 Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen sie für Sicherheit der
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