Bundespolizeidirektion München: Probleme mit Fußballreisenden Körperverletzung und Flaschenwurf gegen Beamte

Bundespolizeidirektion München: Probleme mit Fußballreisenden
Körperverletzung und Flaschenwurf gegen Beamte
Rivalisierende Fans trennen, dass gehört Wochenende für Wochenende zu den bahnpolizeilichen Aufgaben, nicht nur der Münchner Bundespolizei. Am Samstag konnten Beamte eine Körperverletzung eines Bayernfans im letzten Moment verhindern. Bei einem Flaschenwurf wurde ein Bundespolizist am Ellebogen verletzt.

München (ots) - Immer wieder kommt es im Bahnreiseverkehr von Fußballfans zu Gewaltdelikten. Nur durch starke Polizeipräsenz lassen sich größere Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Fans vermeiden. Nach einem Großeinsatz der Bundespolizei in Würzburg (siehe Pressemitteilung Nr. 33 der BPOLI Würzburg) kam es bei der Rückreise von 1860-Fans im Münchner Hauptbahnhof zu zwei tätlichen Auseinandersetzungen und einem Flaschenwurf gegen Beamte.

Kurz vor 23 Uhr (12. März) war der RE 57327, besetzt mit rund 60 Fans des TSV 1860, von der Spielbegegnung der Regionalliga Bayern zwischen Viktoria Aschaffenburg und der II. Mannschaft des TSV 1860 am Münchner Hauptbahnhof angekommen. Im Hauptbahnhof hatten sich noch vereinzelt Fans des FC Bayern München und von Werder Bremen aufgehalten. Ein 23-jähriger 1860-Fan aus Gilching versuchte kurz nach dem Aussteigen einen 22-jährigen Bayernfan aus Dinkelscherben, Landkreis Augsburg, zu schlagen. Ein Beamter der Bundespolizei hatte die Situation rechtzeitig erkannt und konnte den Faustschlag, gerade noch rechtzeitig dazwischen gehend, abblocken.

Aus einem Pulk von 1860-Fans wurde kurz darauf während der Maßnahme gegen den 23-Jährigen eine Bierflasche in Richtung von Beamten geworfen. Ein Bundespolizist wurde von der Glasflasche am linken Ellenbogen getroffen. Er erlitt eine Platzwunde.

Zwei weitere 1860-Fans, ein 37-jähriger Obergiesinger und ein 17-jähriger Neubiberger, attackierten wenig später in der Schalterhatte einen 28-Jährigen Bayernfan aus Wiblingen, einem Stadtteil Ulms. Die beiden 1860-Anhänger sprangen dem Ulmer von hinten in den Rücken und schlugen auf ihn ein. Bundespolizisten konnten den Vorfall beobachten und die Beteiligten trennen.

Die beiden 1860-Fans wurden gefesselt und zur Identitätsfeststellung auf die Dienststelle verbracht. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde bei den beiden eine Blutentnahme durchgeführt. Anschließend wurden sie, nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen, auf freien Fuß gesetzt. Beide müssen nun auch damit rechnen, dass gegen sie ein Beförderungsverbot mit der Deutschen Bahn erwirkt wird.

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