Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Bundespolizei vollstreckt vier Haftbefehle -Dreimal wurde die Geldstrafe bezahlt, eine Frau musste ins Gefängnis-

Flughafen München (ots) - Bundespolizisten zogen am Mittwoch (10. Februar) vier Personen mit Vollstreckungshaftbefehlen aus dem Verkehr. Bei Dreien konnte die Haft durch Zahlung der Geldstrafe abgewendet werden. Eine Frau musste in Ermangelung von Bargeld ihre Haft in Stadelheim antreten.

Den Anfang machte gegen Mittag ein 32-jähriger Iraker, der von der Staatsanwaltschaft Erfurt wegen Betruges gesucht wurde. Bei seiner Ankunft aus Sulaymaniyah präsentierten ihm die Beamten den Haftbefehl. Der junge Mann konnte die geforderten 252 Euro Strafe zahlen und musste somit nicht ersatzweise 40 Tage ins Gefängnis.

Zehn Minuten später verfing sich ein 24-jähriger Iraner, der aus London einreisen wollte, im Fahndungsnetz der Bundespolizei. Das Gefangenenbefreiung kein Kavaliersdelikt ist, musste der Reisende feststellen, als die Bundespolizisten ihn vor die Wahl stellten: entweder 60 Tage Haft oder knapp 400 Euro Strafe zahlen. So lautete die Anordnung der Staatsanwaltschaft Weiden. Da er selber das Geld nicht aufbringen konnte, zahlten Bekannte die Strafe bei der Polizeiinspektion Schwandorf. Danach durfte der Mann die Wache wieder verlassen.

Nicht soviel Bares in der Tasche hatte eine 34-jährige Nigerianerin, die aus Athen nach München wollte. Bei ihrer Kontrolle stellten die Bundespolizisten eine Fahndungsnotierung der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main fest. Die Frau war wegen unerlaubter Einreise und unerlaubtem Aufenthalt zu einer Strafe von 1.180 Euro oder 37 Tage Gefängnis verurteilt worden. Da die Frau die Geldstrafe nicht aufbringen konnte, wurde sie in die Justizvollzugsanstalt Stadelheim gebracht.

Am frühen Abend landete eine Steuerhinterzieherin fast im Gefängnis. Die 37-jährige Britin wollte von München aus nach Johannesburg fliegen. Dies durfte sie erst, als sie die Forderung der Staatsanwaltschaft Wiesbaden beglich. Statt der geforderten 35 Tage Haft zahlte die Frau lieber die 1.130 Euro Geldstrafe und durfte im Anschluss nach Südafrika fliegen.

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