Bundespolizeidirektion München: Festnahmen auch jenseits der Grenzkontrollstellen - Von der Grenzkontrolle ins Gefängnis - Bundespolizei entlarvt Urkundenfälscher, Betrüger und Dieb

Bundespolizeidirektion München: Festnahmen auch jenseits der Grenzkontrollstellen - Von der Grenzkontrolle ins Gefängnis - Bundespolizei entlarvt Urkundenfälscher, Betrüger und Dieb
Kontrollstelle auf der A 93 bei Kiefersfelden

Kiefersfelden / Rosenheim (ots) - In den vergangenen Tagen (28. / 29. Januar) hat die Bundespolizeiinspektion Rosenheim jeweils rund 1.500 Migranten innerhalb von 24 Stunden festgestellt. Die meisten sind gemäß der Absprachen mit den zuständigen österreichischen Stellen auf geordnete Weise mit den sogenannten Kontingentzügen oder -bussen nach Deutschland gekommen. Immer wieder treffen die Bundespolizisten aber auch an den Grenzkontrollstellen auf Personen, die ohne oder mit gefälschten Papieren einreisen wollen. Darüber hinaus werden die Beamten in der Grenzregion fündig. So haben sie beispielsweise bei Kiefersfelden einen Bus aus Italien gestoppt. Gleich mehrere Fahrgäste mussten ihre Reise beenden.

Auf der Staatsstraße kontrollierten die Fahnder am ehemaligen Kiefersfeldener Grenzübergang unter anderem drei Afrikaner im Fernreisebus. Einer von ihnen, ein 21-jähriger somalischer Staatsangehöriger, versuchte vergeblich, mit einem gefälschten italienischen Fremdenpass über seine wahre Identität hinweg zu täuschen. Sein Landsmann, 30 Jahre alt, hatte lediglich eine abgelaufene Aufenthaltserlaubnis für Italien dabei. Der Begleiter der beiden konnte sich überhaupt nicht ausweisen. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich um einen 30-jährigen Äthiopier. Nachdem die drei Männer angezeigt worden waren, wurden die beiden Gleichaltrigen einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet. Der jüngere Somalier wurde auf richterliche Anordnung vorerst bis zum Abschluss seines Strafverfahrens in eine Haftanstalt eingeliefert.

Ein Nigerianer beabsichtigte offenbar, sich mit einer falschen Identität in Deutschland aufzuhalten. Er wies sich bei der Grenzkontrolle auf der A 93 mit einem echten nigerianischen Pass einschließlich einer italienischen Aufenthaltserlaubnis aus. Wie sich jedoch mithilfe seiner Fingerabdrücke herausstellte, war der 44-Jährige in Deutschland bereits unter anderen Personalien als Asylbewerber registriert. Der mutmaßliche Betrüger wurde festgenommen. Die Ermittlungen gegen den Mann dauern an. Er hat sich als nächstes bei seiner Ausländerbehörde in Sachsen-Anhalt zu melden.

Auch eine 28-Jährige aus Somalia musste den Bundespolizisten von der Grenzkontrollstelle aus zur Dienststelle nach Rosenheim folgen. Sie hatte ebenfalls gültige italienische Papiere dabei. Die Beamten fanden jedoch heraus, dass es gar nicht ihre Dokumente waren. Die Frau wurde wegen Ausweismissbrauchs angezeigt. Sie muss zur Abklärung ihres weiteren Aufenthalts ihre Ausländerbehörde in Berlin aufsuchen.

Die Kontrolle auf der Inntalautobahn bedeutete auch für einen Georgier das vorzeitige Reiseende. Der 25-Jährige wies sich mit seinem Reisepass aus. Offenbar hatte er das Gültigkeitsdatum seines ungarischen Visums verfälscht. Er wurde wegen Urkundenfälschung angezeigt und im Rahmen eines "beschleunigten Verfahrens" verurteilt. Inzwischen befindet er sich in einer Justizvollzugsanstalt.

In weiteren Reisebussen trafen die Beamten an der Autobahn-Kontrollstelle auf drei Somalier einen Nigerianer, einen Albaner und einen Türken. Sie hatten nicht die erforderlichen Papiere für den beabsichtigten Aufenthalt in Deutschland dabei. Ebenfalls unerlaubt eingereist sind zwei Männer aus Libyen und Bangladesch, die mit einem Pkw auf der A 93 unterwegs waren. In einem italienischen Reisebus verhafteten die Kontrollbeamten einen Tunesier. Der 24-Jährige führte keinen Ausweis mit. Wie die Beamten herausfanden, hatte der junge Mann seine Gründe seine Identität zu verschleiern. Er wurde von der Staatsanwaltschaft Chemnitz gleich mit zwei Haftbefehlen wegen Diebstahls gesucht. Einschließlich Verfahrenskosten hätte er insgesamt eine Geldstrafe von über 1.200 Euro begleichen müssen. Da er nicht über die geforderte Summe verfügte, blieb ihm nichts anderes übrig, als ersatzweise eine Freiheitsstrafe anzutreten. Ihm steht ein 95-tägiger Haftaufenthalt bevor.

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Rainer Scharf (MSc)
Bundespolizeiinspektion Rosenheim
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Telefon: 08031 80 26 2200
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Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim ist eine der größten
Flächeninspektionen Deutschlands. Ihr gehören die
Bundespolizeireviere Freilassing, Weilheim, Kempten und Lindau an.
Damit ist sie vom Berchtesgadener Land bis zur Bodenseeregion bahn-
und grenzpolizeilich zuständig. Im 650 Kilometer langen
deutsch-österreichischen Grenzgebiet gehen die rund 550
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor allem gegen illegale Migration
und Schleusungskriminalität vor. Auf über 1.150 Bahnkilometern und in
etwa 200 Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen sie für Sicherheit der
Bahnreisenden. Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten Sie
unter www.bundespolizei.de oder über oben genannte Kontaktadresse.

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