Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Augsburg - München: Fußballspiele mit polizeilicher Verlängerung Landes- und Bundespolizei ermitteln sechs Tatverdächtige

Die Münchner Bundespolizei beobachtet am Hauptbahnhof an- und abreisende Fußballfans.

München - Ausgburg (ots) - Während am kommenden Wochenende die letzten Spieltage der Fußball-Lizenzligen anstehen, befindet sich die Münchner Bundespolizei noch in der Verlängerung vorangegangener Begegnungen.

Am Samstag (9. Mai) war es in der An- und Abreise von zwei Fußballspielen der ersten und der vierten Liga zu zehn Straftaten im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei gekommen. Zu sechs Taten, darunter vier Körperverletzungsdelikte, konnten nun - nach Auswertung der Videoaufzeichnungen - schnell Tatverdächtige ermittelt werden. Diese werden in den kommenden Tagen zur Anzeige gebracht.

Anlass der "Verlängerung" waren zwei Begegnungen zwischen dem FC Bayern München und dem FC Augsburg (15:30 Uhr, Allianz Arena) in der ersten sowie zwischen dem FC Augsburg II und dem TSV 1860 München II (14:00 Uhr, Rosenaustadion) in der vierten Liga, der Regionalliga Bayern.

Begonnen hatten die ersten Differenzen zwischen Bayern- und Augsburger Fans am Mittag gegen 12:30 Uhr im Bereich des Marienplatzes beim Umsteigen von der S- zur U-Bahn. Rund 150 FCA-Fans waren von der Bundespolizei vom Haupt-bahnhof begleitet und am Marienplatz in die Zuständigkeit der Bayerischen Landespolizei übergeben worden. Als die FCA-Fans in die U-Bahn einstiegen, kam es mit FCB-Fans zu körperlichen Zusammenstößen. Nur dem starken Polizeiaufgebot war es zu verdanken, dass sich die Situation schnell beruhigte.

Als die Erstligabegegnung abgepfiffen war und die Augsburger Fans sich auf den Rückweg machten, kam es gegen 19:00 Uhr im Hauptbahnhof zu Zwischenfällen. Ursächlich hierfür war zunächst die verbale Provokation einer Frau aus dem Fanlager des TSV 1860. Sie hatte von der Empore herunter Augsburger Fans, die sich am Querbahnsteig befanden, bepöbelt und beleidigt. Bundespolizisten hinderten daraufhin mehrere FCA-Fans am Sturm der Empore und sorgten für eine sichere Verbringung der Frau aus dem Hauptbahnhof.

Danach warteten gegen 19:20 Uhr etliche, dem Ultralager zuzurechnende FCA-Fans am Bahnsteig 16/17 auf den ankommenden Zug, mit dem sie als RE 57191 heim fahren wollten. Im aus Augsburg kommenden Zug befanden sich sechs, verspätet von der Regionalliga Bayern-Begegnung heimkehrende 1860-Fans.

Als die 1860-Fans den Zug verließen, provozierten sie die FCA-Fans am Bahnsteig. Sofort entwickelte sich eine körperliche Auseinandersetzung. Dabei wurden auch Flaschen geworfen, die am Boden zu Bruch gingen. Polizeibeamte mussten die Kontrahenten trennen. Nur durch gemeinsames Eingreifen von Bundes- und Landespolizei konnte die Situation am Bahnsteig beruhigt und die Augsburger Fans anschließend in den Zug gedrängt werden. Durch den Vorfall erhielt der Regionalexpress rund 30 Minuten Verspätung.

In Augsburg war es nach Ankunft des RE 57120 zu Angriffen von FCA-Fans auf Bundespolizisten gekommen (s. Pressemitteilung der BPOLI Nürnberg vom 11. Mai). Hierzu konnten vier Tatverdächtige in der Innenstadt festgenommen werden.

Bei den Auseinandersetzungen mit den Polizeikräften am Abend im Münchner Hauptbahnhof kam es am Bahnsteig zu zehn strafrechtlich verfolgbaren Delikten (sechs Gefährlichen Körperverletzungen, zwei Körperverletzungen sowie zwei Beleidigungen). Diese konnten nunmehr durch Videoaufnahmen jeweils unterschiedlichen Tätern zugeordnet werden konnten. Dabei wurden bislang zwei Täter, jeweils von unterschiedlichen Körperverletzungsdelikten, einer vom TSV 1860 und einer vom FCA, identifiziert. In vier weiteren Fällen (dreimal Gefährliche Körperverletzung und einmal Beleidigung) sind die Bildaufnahmen so gut, dass die ermittelnde Bundespolizei davon ausgeht in den kommenden Tagen vier weitere Straftäter aus der Augsburger Ultraszene identifizieren zu können.

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