Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Ungewöhnliche Personalienfeststellung Reisende wegen Bahnstreiks "sauer" - nicht zur Nachahmung empfohlen!

Immer wieder wird die Bundespolizei zur Personalienfeststellung gerufen. Wegen des Ausstandes der Lokführergewerkschaft gegenüber DB-Mitarbeitern Fahrscheine und Personalien zu verweigern ist keine gute Idee. Im Gegenteil: man handelt sich selbst viel Ärger ein!

München - Lkr. Starnberg (ots) - Streik Nummer 9 bei der Bahn bescherte der Münchner Bundespolizei am Montagabend (18. Mai) einen kuriosen Einsatz.

Einsätze zur Personalienfeststellung für die Deutsche Bahn AG gehören zur täglichen Arbeit der Bundespolizei - auch in und um München. Wenn Reisende bei der Fahrscheinkontrolle keine Dokumente vorzeigen, wird "zum Schutz privater Rechte" die Bundespolizei angefordert. So auch am Abend des 18. Mai.

Am Bahnhof Feldafing hatte eine 36-jährige Frau aus dem Landkreis Starnberg gegen 21:00 Uhr gegenüber dem Kontrollpersonal ihren Fahrschein nicht vorzeigen wollen. Eine Streife der Bundespolizei musste ausrücken. Eine dreiviertel Stunde später fanden die Beamten die Frau und das Kontrollpersonal am Bahnhof vor. Und tatsächlich, die Frau verweigerte die Herausgabe eines Fahrscheins und ihrer Personalien. Durch gutes Zureden der Streife gelang es, dass sie ihr Monatsabonnement vorzeigte und Personalien angab.

Die 36-Jährige wollte ihr Monatsabo nicht vorzeigen, "weil sie jetzt - wie die DB - auch streikt!" Die Frau gab desweiteren an: "auf die Bahn angewiesen zu sein, und gehörig die Nase voll zu haben."

Die Bundespolizei bittet die Reisenden, auch bei in Einzelfällen durchaus verständlichem Ärger, um Nachsicht. Das Streikrecht deckt derartige Aktionen nicht ab. Unnötige Personalienverweigerungen belasten sowohl die Mitarbeiter der Deutschen Bahn als auch die Angehörigen der Bundespolizei. Reisende, die sich so verhalten, müssen mit einer Fahrscheinnachlösung und gegebenenfalls auch rechtlichen Konsequenzen rechnen.

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