Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: 16 Personen in einem Pkw eingeschleust - Großschleusung unter katastrophalen Bedingungen

Die Bundespolizei in Rosenheim beschuldigt einen kosovarischen Staatsangehörigen, 16 Personen mit einem Pkw unter katastrophalen Bedingungen eingeschleust zu haben. Der mutmaßliche Schleuser befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. (Bild: Bundespolizei)

Irschenberg / Rosenheim (ots) - Die Rosenheimer Bundespolizei beschuldigt einen Kosovaren, 16 Landsleute mit einem Pkw auf höchst gefährliche Weise eingeschleust zu haben. Er wurde am Mittwoch (17. Dezember) in Untersuchungshaft genommen. Fahnder der Polizeistation Kreuth haben den angemieteten Kleinbus auf der Autobahn Salzburg - München gestoppt. Mehrere Kinder, darunter ein Säugling, befanden sich ungesichert auf oder zwischen den Rückbänken. Einige der Insassen waren sogar in den Kofferraum gepfercht.

Auf Höhe Irschenberg zogen die Schleierfahnder den in Deutschland zugelassenen Mietwagen aus dem Verkehr. Schon die widrigen Bedingungen, unter welchen die neun Erwachsenen und sieben Minderjährigen befördert wurden, deuteten auf eine gefährliche Schleusertour hin: Die Kinder mussten teils im Fußraum, teils auf Schößen der Erwachsenen Platz nehmen. Drei junge Männer saßen im Kofferraum. Aus dem Kleinbus, in dem normalerweise maximal neun Personen Platz finden, stiegen neben dem Fahrer insgesamt 16 Männer, Frauen und Kinder.

Lediglich der Fahrzeugführer konnte sich ordnungsgemäß ausweisen. Er hatte einen albanischen Reisepass sowie eine deutsche Aufenthaltsgenehmigung dabei. Die 16 Mitfahrer verfügten nicht über die Papiere, die für die Einreise beziehungsweise den Aufenthalt in der Bundesrepublik erforderlich gewesen wären. Sie stammen eigenen Angaben zufolge aus dem Kosovo. Aufgrund ihrer Schilderungen geht die Bundespolizei davon aus, dass sie allein für die Etappe von Ungarn nach Deutschland 700 Euro pro Person zahlen mussten.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten die meisten der unerlaubt Eingereisten an die Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet werden. Drei Männer, 21, 24 und 26 Jahre alt, suchten nicht um Schutz nach. Sie werden das Land wieder verlassen. Der Fahrer wird sich voraussichtlich schon bald wegen Einschleusens von Ausländern zu verantworten haben. Auf richterliche Anordnung hin musste der polizeibekannte 42-Jährige aus Baden-Württemberg in einem Münchner Gefängnis die Untersuchungshaft antreten.

Rückfragehinweis:

Rainer Scharf
_________________________________________
Bundespolizeiinspektion Rosenheim | Pressestelle
Burgfriedstraße 34 | 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 8026-2200 | Fax: 08031 8026-2199
E-Mail: rainer.scharf@polizei.bund.de
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de
Internet: www.bundespolizei.de


Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim ist eine der größten
Flächeninspektionen Deutschlands. Ihr gehören die
Bundespolizeireviere Freilassing, Weilheim, Kempten und Lindau an.
Damit ist sie vom Berchtesgadener Land bis zur Bodenseeregion bahn-
und grenzpolizeilich zuständig. Im 650 Kilometer langen
deutsch-österreichischen Grenzgebiet gehen die rund 500
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor allem gegen illegale Migration
und Schleusungskriminalität vor. Auf über 1.150 Bahnkilometern und in
etwa 200 Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen sie für Sicherheit der
Bahnreisenden. Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten Sie
unter www.bundespolizei.de oder über oben genannte Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Bundespolizeidirektion München

Das könnte Sie auch interessieren: