Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Mit drei Haftbefehlen gesucht - 47-Jähriger bezahlt bei der Bundespolizei in Raten -

Beinahe täglich nimmt die Bundespolizei am Moos-Airport mit Haftbefehl gesuchte Personen fest. In manchen Fällen können die Festgenommenen durch Bezahlung einer Geldstrafe oder -buße dem Gefängnis entgehen. Die geforderten Geldbeträge aufzubringen, stellt den ein oder anderen vor schier unlösbare Aufgaben. (Beispielbild)

Flughafen München (ots) - Gestern (25. November) ist der Bundespolizei am Münchner Flughafen ein per Haftbefehl gesuchter deutscher Staatsangehöriger ins Netz gegangen. Als die Beamten den Mann bei seiner Ausreise nach Shanghai kontrollierten, staunten sie nicht schlecht: nach dem Deutschen wurde mit gleich drei Haftbefehlen gesucht. Um die verhängten Strafen zu bezahlen, brauchte es zudem mehrere Anläufe.

Der Geiselhöringer hatte in den Jahren 2013 und 2014 wohl mehrfach gegen das Ordnungswidrigkeitengesetz verstoßen, woraufhin das Landratsamt in Straubing mehrere Bußgeldbescheide gegen den Mann erlassen hatte. Auf die geforderten Bußgelder warteten die niederbayerischen Behörden aber vergebens. Daher erließ das Amtsgericht in Straubing im Dezember 2013 und im März 2014 drei Erzwingungshaftbefehle gegen den säumigen Zahler. In einem Fall waren 20 Tage Erzwingungshaft oder 500 Euro Geldbuße fällig, in den beiden anderen Fällen jeweils 12 Tage oder 300 Euro.

Nachdem die Bundespolizisten am Münchner Airport den 47-Jährigen gestern Abend festgenommen hatten, war er grundsätzlich bereit, die fälligen Geldbeträge zu bezahlen. Dazu bemühte er einen Geldautomaten am Flughafen, der aber erstmal nur einen Betrag von 800 Euro ausspuckte. Dies reichte zumindest, um die geforderten Geldbeträge aus zwei Haftbefehlen zu begleichen. Um auch noch den dritten von der Justiz geforderten Betrag zu bezahlen, musste Mann den neuen Kalendertag abwarten. Gleich zu Beginn des neuen Tages (26. November) gab der Bankomat schließlich den noch nötigen Betrag frei, so dass der Zahlungswillige letztendlich insgesamt 1204,40 Euro an Geldbußen inklusive der Verfahrenskosten bei der Bundespolizei einzahlen konnte.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte der 47-Jährige die Wache der Bundespolizei als freier Mann wieder verlassen. Sein Flug nach China war zu diesem Zeitpunkt allerdings schon abgeflogen.

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