Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Busfahrer unter Schleusungsverdacht - Bundespolizei ermittelt wegen Großschleusung

Die Lindauer Bundespolizei ermittelt gegen einen italienischen Busfahrer, der 16 syrische und irakische Staatsangehörige eingeschleust haben soll.

Lindau (ots) - Landes- und Bundespolizei haben am Samstag (22. Februar) einem mutmaßlichen Schlepper das Handwerk gelegt. Der Busfahrer wollte offenbar dafür sorgen, dass sich auch seine "Leerfahrt" von Italien nach Deutschland lohnt. Ersten Ermittlungen zufolge schleuste er 16 Iraker und Syrer bis Lindau. Nach kurzer Fahndung konnte er noch im Stadtgebiet gefasst werden. Am Sonntag musste der Italiener die Untersuchungshaft antreten.

Dank eines Zeugenhinweises trafen Bundespolizisten in den frühen Morgenstunden am Lindauer Bahnhof auf 13 Ausländer, die keine Papiere dabei hatten. Eine Streife der Polizeiinspektion Lindau fand am östlichen Stadtrand drei weitere Personen, die sich nicht ausweisen konnten. Sechs der insgesamt 16 illegal Eingereisten stammen aus dem Irak. Unter ihnen waren zwei Kinder im Alter von acht und neun Jahren. Die anderen zehn Erwachsenen kommen ursprünglich aus Syrien. Die Geschleusten gaben an, mit einem Lkw bis nach Italien und von Mailand aus mit einem Bus in die Bundesrepublik gebracht worden zu sein. Eine sogleich eingeleitete Fahndung nach dem Fahrzeug führte rasch zur Festnahme des Busfahrers. Die Lindauer Polizei stieß an einer Tankstelle in Autobahnnähe auf einen Bus mit italienischen Kennzeichen. Der Fahrer wurde festgenommen. Er gestand die Mitnahme der 16 Personen ein.

Nach Ermittlungen der Bundespolizei war der 39-Jährige in Richtung Berlin unterwegs. Dort wollte er planmäßig Fahrgäste aufnehmen, die beabsichtigten, mit dem Busunternehmen nach Italien zu reisen. Um auch die Hinfahrt "gewinnbringend" nutzen zu können, brachte er die syrisch-irakische Gruppe offenkundig bis zum Lindauer Bahnhof. Hierfür hätte er mehrere hundert Euro kassiert. Das Kemptener Amtsgericht ordnete an, den Mann in Untersuchungshaft zu nehmen. Am Sonntag wurde er in die Justizvollzugsanstalt Kempten eingeliefert. Er wird sich voraussichtlich schon bald wegen der Großschleusung verantworten müssen. Die Ermittlungen der Lindauer Bundespolizei wegen Einschleusens von Ausländern dauern an.

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Rainer Scharf
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