Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: 20 unerlaubt Eingereiste am Freitagmorgen

Die Rosenheimer Bundespolizei hat innerhalb weniger Stunden 20 unerlaubt eingereiste Personen in Gewahrsam genommen. Ersten Ermittlungen zufolge sind ihre Bus- beziehungsweise Zugfahrten von Schleusern organisiert worden.

Rosenheim (ots) - Am Freitagmorgen (7. Februar) waren insgesamt 20 unerlaubt eingereiste Personen im Gewahrsam der Rosenheimer Bundespolizei. Sie stammten aus acht verschiedenen Ländern, die meisten von Ihnen aus Somalia. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um bezahlte Schleusungen handelt.

Fahnder von Landes- und Bundespolizei haben in Bussen und Zügen binnen weniger Stunden eine Vielzahl an Personen gefunden, die unerlaubt eingereist waren. Alleine in einem italienischen Reisebus trafen die Bundespolizisten nahe Oberaudorf auf elf Ausländer, die ohne die für Deutschland erforderlichen Aufenthaltsgenehmigungen unterwegs waren. Unter ihnen waren sieben somalische Staatsangehörige sowie Männer aus dem Tschad und Pakistan und eine nigerianische Frau mit ihrem Kind. Ein Somalier und ein Pakistaner versuchten, mit gefälschten Ausweisen vorzuspiegeln, dass sie über die erforderlichen Papiere verfügten. Die Bundespolizisten bemerkten den Schwindel allerdings und leiteten Ermittlungen wegen Urkundenfälschung ein.

Bei Kiefersfelden stoppte die Bundespolizei einen weiteren Reisebus aus Italien. Darin waren ein eine Nigerianerin mit ihrem Kind, ein Somalier und ein Libanese. Auch sie konnten sich nicht ausweisen und mussten den Beamten in die Rosenheimer Dienststelle folgen. Dort fand sich ebenfalls ein junger Mann aus Somalia wieder, der kurz nach dem Inntaldreieck einen italienischen Reisebus wegen gefälschter Dokumente zu verlassen hatte. In einem Fernreisezug aus Österreich beendeten die Raublinger Schleierfahnder die Reisen einer Eritreerin mit Kind, eines Tunesiers und eines Kameruners. Auch sie waren alle illegal eingereist.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen werden die meisten unerlaubt Eingereisten voraussichtlich der Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet. Einzelne werden die Bundesrepublik wieder verlassen müssen, da sie sich bereits in anderen europäischen Ländern im Asylverfahren befinden. Drei Jugendliche wurden bereits der Obhut des Jugendamtes anvertraut. Laut Bundespolizei deuten erste Aussagen darauf hin, dass Schlepper die Fahrten nach Deutschland organisiert haben. Offenbar ließen sich die Drahtzieher ihre kriminellen Dienste teuer bezahlen. Pro Person kommt ein Schleuserlohn von mehreren tausend Euro in Frage.

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Rainer Scharf
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