Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Bandenmäßiger Betrug, Menschenhandel und Leistungserschleichung - Bundespolizei verhaftet gesuchte Rumänen im Grenzgebiet

Die Bundespolizei hat im deutsch-österreichischen Grenzgebiet drei rumänische Staatsangehörige verhaftet. Gegen jeden von ihnen lag ein Haftbefehl vor.

Bad Reichenhall / Rosenheim (ots) - Der Fahndungsschleier im deutsch-österreichischen Grenzgebiet hat auch am Wochenende (11./12. Januar) Wirkung gezeigt. Fahnder der Bundespolizei haben auf der A 8 und der A 93 Richtung Rosenheim drei Rumänen festgenommen. Gegen jeden der drei lag jeweils ein Haftbefehl vor. Die Gründe hierfür waren bandenmäßiger Betrug, Menschenhandel sowie Leistungserschleichung.

Nahe der Autobahnausfahrt Piding Nord zog die Bundespolizei einen Pkw mit französischen Kennzeichen aus dem Verkehr. Am Steuer saß ein rumänischer Staatsangehöriger, der sich ordnungsgemäß ausweisen konnte. Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich heraus, dass der gesuchte 63-Jährige wegen bandenmäßigen Betrugs auf Bewährung zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden war. Da er die Auflage, mit dem Bewährungshelfer Kontakt zu halten, missachtet hatte, stehen ihm nun voraussichtlich zwei Jahre Gefängnis bevor. Auf richterliche Anordnung hin wurde er am Montag in die Justizvollzugsanstalt Bad Reichenhall eingeliefert.

Der Gang ins Gefängnis blieb einer 34-Jährigen aus Rumänien gerade noch erspart. Die Bundespolizisten überprüften sie ebenfalls bei Piding, kurz nachdem sie als Beifahrerin in einem Auto mit rumänischer Zulassung nach Deutschland eingereist war. Laut Fahndungscomputer hatte die Dame wegen früherer Vergehen Schulden bei der Justizkasse. Sie musste rund 1.000 Euro als Strafe für mehrfaches Erschleichen von Leistungen zahlen. Telefonisch verständigte Bekannte aus Baden-Württemberg konnten die Forderung für sie begleichen. Anstatt 60 Tage in Ersatzhaft zu bleiben, durfte sie dank dieser finanziellen Unterstützung ihre Reise fortsetzen.

Kurz vor dem Inntaldreieck kontrollierten die Grenzfahnder der Bundespolizei die Fahrgäste eines italienischen Reisebusses. Bei einem 21-jährigen Rumänen schlug der Polizeicomputer erneut Alarm. Der junge Mann wurde von den rumänischen Behörden wegen Menschenhandels zu Lasten von Minderjährigen europaweit gesucht. Die geplante Busreise war mit seiner Festnahme an der Inntalautobahn beendet. Nach der Vorführung beim Rosenheimer Amtsgericht wurde er in die Münchner Justizvollzugsanstalt gebracht. Von dort aus muss er voraussichtlich schon bald den Rückweg in die Heimat antreten, um sich dort zu verantworten.

Rückfragehinweis:

Rainer Scharf
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