Bundespolizeiinspektion Kassel

BPOL-KS: Bundespolizei warnt vor lebensgefährlicher Abkürzung durch Eisenbahntunnel Erfolgreiche Präventionsveranstaltung für Asylbewerber

Das Betreten von Bahnanlagen durch Unbefugte ist verboten und zudem lebensgefährlich!; Symbolbild: Quelle: Bundespolizei

Bornhagen (Landkreis Eichsfeld, Thüringen) / Eichenberg (Werra-Meißner-Kreis, Hessen) (ots) - Bewohner der Asylunterkunft Bornhagen im Landkreis Eichsfeld nahmen, zum Teil mit dem Fahrrad, eine lebensgefährliche Abkürzung durch einen Eisenbahntunnel in der Gemarkung von Witzenhausen.

Den "Bebenroth-Tunnel" der Bahnstrecke Bebra - Eichenberg, zwischen dem ehemaligen Bahnhaltepunkt Werleshausen und dem Bahnhof Eichenberg, nutzen die Bewohner der Unterkunft, um den Weg zum Einkaufen in Witzenhausen abzukürzen.

"Eine Abkürzung, die absolut lebensgefährlich und verboten ist!", sagt Polizeirat Rainer Paul, stellvertretender Leiter der Bundespolizeiinspektion Kassel.

"Wenn wir solche Hinweise bekommen, dann gehen bei uns alle Alarmglocken los! Wir haben schnell reagiert und rasch ein Präventionsteam zur Asylunterkunft in Bornhagen geschickt!", so der Polizeirat.

Polizeioberkommissar Christoph Büttner und Polizeihauptmeisterin Melanie Molitor-Hofmann vom Präventionsteam der Bundespolizeiinspektion Kassel informierten am vergangenen Dienstag (2.8.) rund 90 Asylbewerber, die überwiegend aus Syrien, Iran und Afghanistan stammen, über die Gefährlichkeit und mögliche Folgen solcher Handlungen.

Mit Unterstützung von Dolmetschern informierte das Team in vier Sprachen. Am Ende der Präventionsveranstaltung zeigten sich die Bewohner dankbar und einsichtig. Auch die Leiterin der Unterkunft war froh über das schnelle Handeln der Bundespolizei.

Wichtige Hinweise der Bundespolizei:

Das Betretungsverbot für Eisenbahnanlagen durch Unbefugte gilt besonders für Gleisanlagen, Brücken und Eisenbahntunnel. Wer einen Tunnel im Fahrbetrieb betritt hat einen sehr geringen Abstand zu durchfahrenden Zügen. Die Gefahr, u. a. durch die mögliche Sogwirkung, von Zügen erfasst und getötet zu werden, ist sehr groß. Ausweichmanöver durch die Züge sind unmöglich.

Güterzüge stehen auf keinem Fahrplan

Auf dieser Bahnstrecke fahren sehr viele Güterzüge, welche, im Vergleich zu Personenzügen, auf keinem Fahrplan stehen. Dies macht die Situation noch unkalkulierbarer. Züge befahren den Streckenabschnitt mit einer Geschwindigkeit von rund 120 Stundenkilometern. Bremswege von Eisenbahnfahrzeugen können daher bis zu einem Kilometer lang sein.

Wer Personen auf oder unmittelbar an Bahnanlagen beobachtet, wird gebeten, die Bundespolizeiinspektion Kassel - Tel. 0561/81616-0 oder über die kostenfreie Service-Nr. 0800 6888 000 zu informieren.

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Telefon: 0561/81616 - 1011; Mobil: 0172/8101945
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