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Polizei Hamburg

POL-HH: 160109-1. Algerier versucht durch "Antanzen" Passanten zu bestehlen - Festnahme

Hamburg (ots) - 160109-1. Algerier versucht durch "Antanzen" Passanten zu bestehlen - Festnahme

Tatzeit: 07.01.2016, 16:55 Uhr Tatort: Hamburg-St. Georg, Lübecker Straße

Milieufahnder des Polizeikommissariates 11 haben einen 26-jährigen Algerier vorläufig festgenommen, der durch sogenanntes "Antanzen" versucht hat, mehrere Passanten zu bestehlen.

Die beiden Zivilfahnder trafen im Steindamm auf den mutmaßlichen Taschendieb, der einen der Fahnder ansprach, ob er ein Fußballstadion kenne. Dabei nahm er Körperkontakt zu dem Fahnder auf und fühlte mit dem Handrücken die Jackentasche des Beamten ab. Dabei versuchte der mutmaßliche Taschendieb, sich mit dem linken Bein bei dem Zivilfahnder einzuhaken. Der Beamte stieß den Mann von sich, der sich daraufhin zügig entfernte. Die Fahnder folgten dem Tatverdächtigen bis zum U-Bahnhof Lohmühlenstraße. Auf der gesamten Wegstrecke suchte der Tatverdächtige den Kontakt zu Passanten, fragte nach einer Zigarette oder dem Weg zum Fußballstadion, nahm Körperkontakt auf, versuchte sich mit dem Bein bei seinen potentiellen Opfern einzuhaken und klopfte dabei deren Jackentaschen ab. Die Passanten wandten sich ab oder stießen den Tatverdächtigen weg, der in diesen Fällen kein Diebesgut erlangte.

Am U-Bahnhof Lohmühlenstraße stieg der Tatverdächtige in die Bahn und traf sich dort mit einem mutmaßlichen Komplizen. An der Haltestelle Lübecker Straße verließen die Männer die Bahn. Noch auf dem Bahnsteig sprach der Tatverdächtige sofort eine junge Frau (24) an, suchte den Körperkontakt zu ihr, wandte sich kurz darauf wieder ab und entfernte sich zügig in Richtung Neubertstraße.

Die Zivilfahnder sprachen die Frau an, ob sie noch alle Wertgegenstände bei sich habe. Sie klopfte ihre Taschen ab und stellte mit Erschrecken fest, dass ihr Handy fehlte. Die Fahnder eilten dem mutmaßlichen Taschendieb hinterher, der nun wieder in Begleitung seines Komplizen war.

Am Ausgang des U-Bahnhofes gelang es einem der Fahnder, den mutmaßlichen Taschendieb an der Schulter zu erfassen, ihn zu Boden zu bringen und vorläufig festzunehmen. Sein Komplize blickte aus der Entfernung kurz auf die Festnahmesituation und flüchtete anschließend in unbekannte Richtung.

Der Beschuldigte wurde dem Polizeikommissariat 11 zugeführt. Das Diebesgut konnte nicht aufgefunden werden. Das Handy hatte der Beschuldigte vermutlich seinem Komplizen in einem unbeobachteten Moment übergeben. Ein geringe Menge Haschisch wurde bei dem 26-Jährigen sichergestellt.

Der Beschuldigte wurde erkennungsdienstlich behandelt und anschließend entlassen, da keine Haftgründe vorlagen.

Sch.

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