Polizei Hamburg

POL-HH: 130922-6. Gütermotorschiff "Niedersachsen 12" drohte zu sinken

Hamburg (ots) - Zeit: 20.09.2013, 18:27 Uhr Ort: Obere Tidelbe in Höhe Elbkilometer 591 (Bereich Neuengamme)

Am Freitagabend drohte das Gütermotorschiff "Niedersachsen 12" nach einem Wassereinbruch zu sinken. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Ein Mitarbeiter der Schleuse Geesthacht informierte am Freitagabend die Hamburger Wasserschutzpolizei über ein havariertes Binnenmotorschiff mit massivem Wassereinbruch.

Bei dem Havaristen handelte es sich um das deutsche Gütermotorschiff "Niedersachsen 12". Die "Niedersachsen 12", beladen mit 1.470 Tonnen Kohle, fuhr vom Hamburger Hafen aus kommend elbaufwärts.

Aus zunächst unbekannter Ursache kam es zum Wassereinbruch im Bereich des Achterschiffs, der so massiv war, dass der Schiffsführer (34) das Binnenschiff am nördlichen Elbufer mit dem Bug auf eine Sandbank setzte, um ein vollständiges Sinken zu verhindern. Mit Bordmitteln war es dem Schiffsführer und seinen beiden Besatzungsmitgliedern nicht gelungen, den Heckbereich des Schiffes zu lenzen, sodass weiter Wasser eindrang und den Maschinenraum flutete. Zudem drang Wasser in den Betriebsstofftank (20.000 Liter Diesel) ein. Diesel gelangte aus der Entlüftung des Tanks in die Elbe und verursachte eine Gewässerverunreinigung.

Das Funkstreifenboot WS 31 und die Funkstreifenwagen Elbe 53/1 und Peter 43/1 fuhren zur Unglücksstelle.

Als die Einsatzkräfte den Einsatzort erreichten, lag der Bug des Binnenschiffs auf der Sandbank und das Heck war fast vollständig unter Wasser. Die Feuerwehr Hamburg war mit einem großen Kräfteaufgebot vor Ort. Das Binnentankmotorschiff "Beate" lag längsseits der "Niedersachsen 12", stabilisierte das Binnenschiff, um ein Kentern zu verhindern. Es wurde ein leeres Gütermotorschiff und ein Baggerschiff angefordert, um den Havaristen zu entladen. Nachdem die "Niedersachsen 12" soweit entladen war, dass sie wieder aufschwamm, wurde die "Niedersachsen 12" zum unteren Schleusengraben der Schleuse Geesthacht geschleppt und an den Pfählen fest vertäut. Dort wurde das Binnenschiff komplett entladen.

Die "Niedersachsen 12" liegt nun bei der Hitzlerwerft in Lauenburg.

Nach ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei könnten zuvor durchgeführte Arbeiten an den Mannlochdeckeln auf der "Niedersachsen 12" ursächlich für den Wassereinbruch sein. Vermutlich wurde ein Mannlochdeckel nicht ordnungsgemäß verschlossen, sodass während der Fahrt Wasser in das Schiff eindrang.

Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauern an.

Sch.

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