Polizei Hamburg

POL-HH: 130620-1. Sportboot "MARU" rammt Küstenstreifenboot "WS 2" der Hamburger Wasserschutzpolizei - drei Verletzte

Hamburg (ots) - Unfallzeit: 19.06.2013, 22:15 Uhr Unfallort: Elbe, Stromkilometer 643, Tonne 122, Höhe Wedel/ Hamburger Yachthafen

Am Mittwochabend kollidierte das Sportboot "MARU" (Länge 6.53 m, Breite 2.47 m, Heimathafen Wedel) auf der Elbe in Höhe Wedel mit dem Küstenstreifenboot WS 2 "Bürgermeister Weichmann" (Länge 29.80 m, Breite 6.40 m) der Hamburger Wasserschutzpolizei. Dabei wurden die drei Bootsinsassen (36, 49, 34) der "MARU" zum Teil schwer verletzt.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Wasserschutzpolizei befuhr die "Bürgermeister Weichmann" die Unterelbe in Richtung See. Dabei wurde die "WS 2" von dem unter der Flagge Antiguas fahrenden Seeschiff "Wilma" (Länge 152 m, Breite 20 m) ebenfalls seewärts laufend, überholt. Als die "Bürgermeister Weichmann" die Fahrwassertonne 122 (Höhe Wedel) passierte, näherte sich von Backbord kommend das Sportboot "MARU", das mit hoher Geschwindigkeit das Fahrwasser hinter dem Seeschiff querte. Trotz eines Notmanövers der "Bürgermeister Weichmann" konnte eine Kollision nicht mehr verhindert werden. Die "MARU" kollidierte mit dem Backbord Vorschiff der "Bürgermeister Weichmann". Dabei wurden die drei Bootsinsassen der "MARU" verletzt. Die Wasserschutzpolizisten ließen das Tochterboot "WS 62" der "Bürgermeister Weichmann" zu Wasser, um Rettungsmaßnahmen einzuleiten. Das Küstenstreifenboot "WS 2" schleppte die "MARU" zum Anleger Schulau. Rettungssanitäter versorgten die verletzten Männer. Anschließend wurden sie in ein Krankenhaus eingeliefert. Die beiden 34 und 49 Jahre alten Bootsinsassen erlitten überwiegend Rückenverletzungen, Prellungen und Abschürfungen. Sie standen unter dem Einfluss alkoholischer Getränke. Der 36-jährige Bootsführer zog sich Platzwunden zu und verließ das Krankenhaus noch vor Beendigung der ärztlichen Behandlung. Er wurde von der Polizei zunächst nicht angetroffen.

Das Sportboot "MARU" wurde durch die Kollision erheblich beschädigt. Im Sportboot entdeckten die Wasserschutzpolizisten unter anderem diverse leere Bierflaschen, eine leere Flasche Wodka und eine geringe Menge Marihuana. Die Beamten stellten das Sportboot sicher und vertäuten es im Tonnenhof Wedel. An der "Bürgermeister Weichmann" entstand nur Farbabrieb.

Die Beamten sicherten Radarbilder über die Verkehrszentrale Brunsbüttel. Der Bootsführer (36) erschien heute Vormittag am Wasserschutzpolizeikommissariat 2. Dem Beschuldigten wurde eine Blutprobe entnommen. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Schiffsverkehrs eingeleitet.

Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauern an.

Sch.

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