Polizei Hamburg

POL-HH: 130529-4. Schusswaffengebrauch durch Polizeibeamte nach Bedrohung

Hamburg (ots) - Tatzeit: 29.05.2013, 10:35 Uhr Tatort: Hamburg-St.Pauli, Seilerstraße

Ein 48-jähriger Hamburger ist heute Morgen von Polizeibeamten angeschossen und dabei an den Beinen verletzt worden. Zuvor hatte der Mann mit seiner Waffe die Beamten bedroht.

Ein Taxifahrer hatte gegen 03:00 Uhr die Davidwache aufgesucht und mitgeteilt, dass er soeben einen Fahrgast aus Hmb.-Billstedt nach St.Pauli gefahren habe, der ihm gegenüber geäußert hatte, dass er sich betrinken und anschließend umbringen wolle. Polizisten fahndeten daraufhin nach dem Mann, konnten diesen aber auch in den ortsansässigen Lokalen nicht antreffen.

Um 10:35 Uhr erreichte die Polizei ein Notruf aus einem Lokal am Hamburger Berg, in dem sich ein Mann aufhalten solle, der damit drohe, sich selbst erschießen zu wollen.

Als Polizeibeamte wenig später an der Gaststätte eintrafen, hatte der Mann das Lokal bereits verlassen und ging mit gezogener Waffe im Bereich Hamburger Berg/ Hein-Hoyer-Straße/ Seilerstraße.

Dabei hantierte er mit seiner Waffe und richtete diese wechselweise gegen sich selbst und die Beamten und forderte diese schließlich auf, ihn zu erschießen.

Die Polizisten versuchten, den Mann in einem Gespräch zum Ablegen seiner Waffe zu bewegen.

Gleichzeitig sperrten Polizeibeamte den Einsatzraum weiträumig ab.

Der 48-Jährige ließ sich zunächst auf das Gespräch ein, richtete dann aber plötzlich die Waffe auf die Einsatzkräfte und drückte ab. Als sich aus der Waffe kein Schuss löste, lud er seine Waffe erneut durch.

Die Polizisten gaben daraufhin einen Warnschuss ab. Als der Mann trotzdem nicht reagierte, gaben die Beamten gezielte Schüsse auf seine Beine ab.

Der 48-Jährige erlitt zwei Beinschüsse. Er wurde überwältigt und anschließend zur Behandlung seiner Verletzungen in ein Krankenhaus transportiert. Lebensgefahr besteht nicht.

Wie sich nach dem Einsatz herausstellte, handelte es sich bei der Waffe des 48-Jährigen nicht um eine scharfe Waffe.

Die weiteren Ermittlungen hat das Dezernat Interne Ermittlungen (D.I.E.) mit Unterstützung des LKA 41 übernommen.

Sy.

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