Polizei Hamburg

POL-HH: 130502-1. Demonstrationen in Hamburg am 01. Mai

Hamburg (ots) - Zeit: 01.05.2013 Ort: Hamburger Stadtgebiet

Am 01. Mai fanden in Hamburg mehrere Demonstrationen statt. Überwiegend nahmen die Demonstrationen den erwarteten friedlichen Verlauf.

Am Vormittag führte ein Aufzug, der vom DGB Hamburg mit dem Tenor "1. Mai Tag der Arbeit" angemeldet war, 4.500 Personen vom Spielbudenplatz zum Fischmarkt.

Ebenfalls am Vormittag waren etwa 450 Teilnehmer an einem Aufzug des DGB Ortsverbandes Harburg unter dem Tenor "Gute Arbeit! Sichere Rente! Soziales Europa!" beteiligt. 500 Teilnehmer schlossen sich dem Aufzug des DGB Ortsverbandes Bergedorf an. Hier lautete der Tenor "Demonstration zum 1. Mai!".

Die genannten Demonstrationen nahmen den erwarteten friedlichen Verlauf.

Der jährlich stattfindende "Euromayday" setzte sich gegen 12:30 Uhr mit ca. 1.600 Teilnehmern über den angemeldeten Marschweg Millerntorplatz / Helgoländer Allee

   - Bei den St. Pauli-Landungsbrücken - Johannisbollwerk - Vorsetzen
     - Baumwall - Rödingsmarkt - Willy-Brandt-Straße - Deichtorplatz 
     - Oberbaumbrücke - Brooktorkai - Shanghaibrücke - Shanghaiallee 
     - Versmannstraße - Freihafenbrücke - Rampenstraße - Am 
     Moldauhafen - Am Saalehafen - Veddeler Damm - Reiherdamm - 
     Klütjenfelder Straße - Reiherstieg-Hauptdeich - Fährstraße - 
     Veringstraße - Stübenplatz - Veringstraße - Neuhöfer Straße - 
     Rotenhäuser Damm - Rotenhäuser Straße - Georg-Wilhelm-Straße - 
     Mengestraße - Neuenfelder Straße - Krieterstraße - 
     Bertha-Kröger-Platz in Bewegung. Der Tenor lautete "Parade / 
     Demonstration: Euromayday 2013 - Reif für die Insel!". 

In der Mengestraße gelang es ca. 50 Teilnehmern des Aufzugs durch Beschädigung des Zaunes auf das Gelände der Internationalen Gartenausstellung (igs) zu gelangen. Auf dem Gelände kam es anschließend zu Sachbeschädigungen und Farbschmierereien. Polizeikräfte nahmen eine Person vorläufig fest, zwei Personen wurden in Gewahrsam genommen.

Für den fünften großen Aufzug, der unter dem Tenor "Das Proletariat hat kein Vaterland" angemeldet worden war, rechnete der Veranstalter mit etwa 1.000 Teilnehmern.

Der Aufzug setzte sich um 18:50 Uhr vom Aufstellungsort Feldstraße in Bewegung. Es beteiligten sich etwa 1.400 Personen, die über Neuer Kamp - Neuer Pferdemarkt - Schulterblatt in Richtung des geplanten Endkundgebungsortes vor das Altonaer Rathaus in die Max-Brauer-Allee zogen.

Versammlungsteilnehmer warfen aus dem Aufzug heraus mehrfach Böller und zündeten Pyrotechnik. Die Teilnehmer waren partiell vermummt. Polizeibeamte wurden von Personen, die sich auf angrenzenden Hausdächern befanden, mit Steinen beworfen.

Um 20:20 Uhr erreichte der Aufzug den geplanten Zwischenkundgebungsort am Bahnhof Altona in der Max-Brauer-Allee. Die Versammlungsleiterin teilte mit, dass der Zwischenkundgebungsort entgegen der ursprünglichen Planung auch der Endkundgebungsort sein wird. Von den verbliebenen 400 Versammlungsteilnehmern wurden vermehrt Böller und Rauchkörper gezündet. Polizeibeamte wurden von Böllern und Flaschen getroffen. Es kam zum Einsatz des Wasserwerfers.

Die Versammlung wurde um 20:50 Uhr von der Versammlungsleiterin für beendet erklärt. Die ehemaligen Versammlungsteilnehmer entfernten sich danach in Kleingruppen vorwiegend in Richtung Schanzenviertel. Dabei beschädigten sie vereinzelt Fahrzeuge und legten mehrere Kleinfeuer.

Die Polizei nahm 10 Personen unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstand und Landfriedensbruch vorläufig fest. Sechs Personen wurden in Gewahrsam genommen.

Für alle genannten Demonstrationen waren an diesem Tag 1600 Polizeibeamte im Einsatz. Es gab sechs leicht verletzte Polizeibeamte.

Polizeipräsident Wolfgang Kopitzsch, der sich vor Ort ein Bild verschafft und mit vielen Einsatzkräften persönlich gesprochen hatte: "Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr hohes Maß an Motivation und Engagement. Den verletzten Kollegen wünsche ich auf diesem Wege eine gute Besserung."

Lg.

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