Polizeidirektion Flensburg

POL-FL: 3. Nachtrag: Weding; 4 Kinder durch Feuerwerkskörper zum Teil schwer verletzt

    Handewitt (ots) - Die Sprengstoffermittler des Landeskriminalamtes haben heute die Ermittlungen in Handewitt übernommen. 2 Teams des LKA suchten zunächst den Einsatzort nach Explosionsrückständen ab.  Im Weiteren befragten die  4 Beamten die Zeugen und die betroffenen Kinder sowie deren Eltern.

    Die Ermittlungen haben ergeben, dass die Explosion und damit die schweren Verletzungen nicht durch ein explodierendes Feuerzeug verursacht wurden, sondern dass die Kinder am Samstagmittag illegale Pyrotechnik abgebrannt haben

    Ein solch in Deutschland nicht zugelassener Böller,  wurde von den vier Jungen abgebrannt, ist mit unglaublicher Wucht explodiert und hat die schweren Verletzungen verursacht.  Es handelt sich hier   meist um im Ausland gewerblich hergestellte  und dort auch frei verkäufliche Böller, Knaller oder Kracher, die keinen Zulassungsverfahren und somit Sicherheitsüberprüfungen unterliegen. Man weiß also nicht, was in ihnen steckt und welche Wirkung sie beim Abbrennen tatsächlich entfalten können. Diese ungeprüften pyrotechnischen Gegenstände sind in Deutschland verboten.

    Die Ermittlungen hinsichtlich der Herkunft des Böller dauern an.

    Aufgrund der Gefährlichkeit und der verheerenden Folgen dürfen in Deutschland nur Feuerwerkskörper  mit der Zulassung der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) verkauft und benutzt werden. Das Prüfzeichen z. B. BAM - P II ist überall gut sichtbar auf den Böllern angebracht. Die meisten der gehandelten pyrotechnischen Gegenstände gehören zur Klasse 2 und sind damit nur von Erwachsenen zu erwerben und abzubrennen und gehören deshalb nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen. Im Hinblick auf die nahe Silvesternacht  sollten Eltern mit ihren Kindern den ordnungsgemäßen Umgang sowie die Gefährlichkeit der Pyrotechnik thematisieren.

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