Polizeidirektion Flensburg

POL-FL: Taschendiebstähle nehmen in der Weihnachtszeit wieder zu - aber der anschließende Ärger ist vermeidbar!

    Flensburg / Kappeln (ots) - Es ist wieder soweit. Die Advents- und Weihnachtszeit beschert den Innenstädten und Einkaufscentern volle Geschäfte. Leider wird diese Zeit auch immer wieder von Taschendieben genutzt. Die Diebe nutzen das Gedränge, z. B., in Kaufhäusern, auf Rolltreppen, in den Fußgängerzonen, beim Ein- und Aussteigen bei öffentlichen Verkehrsmitteln aus, um sich in den Handtaschen, Mantel- und Jackentaschen zu bedienen und die Portmonees zu stehlen.

    Die Masche ist fast immer gleich, in einem abgelenkten Moment greift der Taschendieb zu und ist mit der Geldbörse auch schon weg. Taschendiebe arbeiten häufig auch in Gruppen zusammen, einer lenkt ab, der zweite stiehlt die Beute und gibt sie an einen Dritten weiter, der damit verschwindet.

    Die Opfer merken meist erst beim nächsten Gang zu einer Kasse oder gar erst zu Hause, dass ihnen das Portmonee gestohlen wurde. Die Taschendiebe haben es nicht nur auf das Bargeld abgesehen, sondern nutzen auch die gestohlenen EC - und Kreditkarten, um mit den in den Geldbörsen vorgefundenen  Geheimnummern Bargeld an den Geldautomaten abzuheben.

    Hier nur zwei aktuelle Beispiele: Anfang der Woche wurde in der Flensburger Innenstadt einer 78 jährigen Frau das Portmonee aus der umgehängten Handtasche gestohlen. Gleich darauf wurde an verschiedenen Geldautomaten mit den EC Karten und dabei befindlichen PIN Nummern 3.500 Euro abgehoben. Auch in Kappeln kam es zu einem ähnlichen Vorfall. Die Geldbörse einer 66 jährigen Frau wurde gestohlen. Mit der EC Karte und der verschlüsselt aufbewahrten Geheimnummer wurden mehrere Tausend Euro an verschiedenen Geldautomaten abgehoben. Solche Diebstähle mit anschließenden Geldabhebungen passieren  leider immer wieder.

    Geheimnummern sollten nie in den Portmonees aufbewahrt werden. Auch eine sogenannte Verschlüsselung als Telefonnummer schützt vor Missbrauch nicht. Wird man doch Opfer eines solchen Diebstahls, sollte sofort die Polizei über den Notruf 110 benachrichtigt und die EC- und Kreditkarten über den Zentralruf  der Banken und Sparkassen 116 116 sperren lassen.

    In jedem Fall sollte Kontakt mit der Polizei aufgenommen werden, denn auch mit der gesperrten EC-Karte oder entwendeten Dokumenten sind noch Möglichkeiten gegeben Schäden zu verursachen. Dies beginnt mit dem Einkauf über das Lastschriftverfahren, bis hin zum Vertragsabschluss mit falschen Personalien. Die später folgenden Scherereien sind meist schlimmer als der entstandene Schaden!!! Lassen sie sich hier umgehend beraten.

    Haben Sie den Diebstahl beobachtet? Dann helfen Sie dem Opfer und machen Sie sich als Zeuge bemerkbar. Ihre Aussage hilft bei der Aufklärung von Straftaten.

    Zum Schutz vor Taschendiebstählen rät die Polizei:

    - Geheimnummern von EC- und Kreditkarten oder PINS vom Handy
            nie schriftlich bei sich tragen.
- Nur soviel Bargeldmittel wie nötig mitnehmen!
- Das Bargeld und die EC - und Kreditkarten sollten nach
            Möglichkeit getrennt am Körper getragen werden. Nutzen sie
            verschließbare Innentaschen sowie Gürteltaschen und
            Brustbeutel.
- Die Hand- und Umhängetaschen sollten immer mit der
            Verschlussseite zum Körper hin getragen werden.
- Keine Wertsachen in  Rucksäcken transportieren.
- Geld möglichst nur in Innenbereichen abheben und niemals in
            der Öffentlichkeit zählen.
- Sperren sie Karten umgehend über die zentrale Sperrnummer
            116 116  und über die Polizei und zeigen sie verlorene
            Dokumente umgehend an.

    Achten sie besonders im Gedränge auf ihre Wertsachen und lassen sie diese nie unbeaufsichtigt. In diesem Zusammenhang weist die Polizei auch noch einmal darauf hin, dass der Einkaufswagen im Geschäft /  Discounter kein Aufbewahrungsplatz für Handtasche ist. Auch in diesem Bereich kommt es immer wieder zu Diebstählen von Portmonees und Handtaschen mit anschließenden Geldabhebungen.

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