Polizeidirektion Flensburg

POL-FL: Kriminalitätsjahresbericht 2008: Erneut weniger Straftaten in Flensburg und dem Kreisgebiet

Deliktsverteilung 2008

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    Flensburg (ots) - +++ Hinweis für die Medien: die zu dieser Meldung gehörende Pressemappe mit weiterführenden Informationen sowie weiteres Bildmaterial (Diagramme) finden Sie zum Abruf in der Digitalen Pressemappe der PD Flensburg unter www.polizeipresse.de +++

    090406.2- Die Zahl der registrierten Straftaten in Schleswig, Flensburg und dem Kreis ist auch abgelaufenen Jahr erneut zurückgegangen. Die Polizeidirektion Flensburg registrierte bei gestiegener Aufklärungsquote mit insgesamt rund 21.000 Delikten die niedrigste Straftatenzahl seit zehn Jahren.

    Das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, ist zudem nirgendwo in Schleswig-Holstein so gering wie in der Region Schleswig-Flensburg. Die Straftatenhäufigkeitszahl war im vergangenen Jahr weiterhin rückläufig. Sie liegt mit 7.322 Straftaten pro 100.000 Einwohner deutlich unter der entsprechenden Belastungsziffer des Landes Schleswig-Holstein. Am seltensten (4,5 %) von Straftaten betroffen waren Senioren über 60 Jahren.

    Die  Aufklärungsquote konnte  erneut um ein weiteres, knappes Prozent gesteigert werden. Dies bedeutet, dass über die Hälfte (54, 2 %) aller registrierten Straftaten aufgeklärt wurden. Die Polizeidirektion Flensburg bewegt sich somit zum zweiten Jahr in Folge über dem Landesniveau von 47,7 Prozent.

    Es konnten 8.336 Tatverdächtige ermittelt werden, weniger als ein Fünftel davon waren Nichtdeutsche. Erneut waren über drei Viertel der Tatverdächtigen (78,3%) männlich.

    Das regionale Kriminalitätsgeschehen wird nach wie vor von Massendelikten wie (Einbruch-)Diebstahl mit einem Anteil von 37 %, Vermögens- und Fälschungsdelikten (tendenziell rückläufig - hauptsächlich Betrug) und Sachbeschädigungen (jeweils 12 %) sowie Körperverletzungsdelikten (9%) dominiert.

    Allerdings zeichneten sich auch eine Reihe von Trends ab.

    Nach wie vor stellt die Bekämpfung der Jugendkriminalität eine der erklärten Schwerpunkte der Polizeidirektion dar. Die Gruppe der unter 21-Jährigen ist im Kriminalitätsgeschehen - gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung - nach wie vor überrepräsentiert.

    Während die Zahl der Tatverdächtigen aus dieser Altersgruppe in Flensburg leicht anstieg, gab es im Kreis insgesamt 1,3 Prozent weniger Kinder, Jugendliche und Heranwachsende, die negativ durch Straftaten auf sich aufmerksam machten.

    Auffälligkeiten ergaben sich in dieser Altersgruppe insbesondere in Hinblick auf Rohheitsdelikte. So stieg sowohl in Flensburg als auch dem Kreisgebiet die Zahl der registrierten der Körperverletzungs-delikte (darunter auch gefährliche und schwere Körperverletzungen) an.

    Im Zentrum präventiver Bemühungen standen im letzten Jahr Projekte zur Ausbildung von Deeskalationstrainern, Veranstaltungen rund um das Thema "Neue Medien" sowie die Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs durch Jugendliche.

    Ingesamt wickelte die Polizeidirektion Flensburg im vergangenen Jahr 37.475 Einsätze ab - jeweils zur Hälfte in Flensburg sowie dem Kreisgebiet. Die Einsatzbelastung war in den Frühlings- und Sommermonaten - speziell dem August - am höchsten.

    - Trends im Überblick -

    +++ Flensburg +++

    Nachdem die Zahl der registrierten Straftaten fünf Jahre lang zurückgegangen ist, stieg sie vergangenen Jahr erstmals wieder leicht an. Ausschlaggebend hierfür war eine leichte Erhöhung der Diebstahlskriminalität sowie der Rohheitsdelikte.

    Anlass zur Sorge ist ein erneuter Anstieg der Drogendelikte, deren Zahl sich um mehr als ein Drittel erhöhte. Anzumerken ist, dass es sich bei diesen Delikten ganz überwiegend um so genannte Kontrollkriminalität handelt, dass heißt um Straftaten, die die Polizei aufgrund intensiverer Ermittlungen aufdecken konnte. Die registrierten Zahlen sind insofern kein Indiz für die tatsächliche Rauschgiftkriminalität.

    Bei gleichzeitiger Steigerung der entsprechenden Aufklärungsquote war eine geringfügige Zunahme der Eigentumsdelikte  auf 2.456 Delikte zu beobachten.

    Unter anderem stieg auch die Zahl der Wohnungseinbrüche um 16,1 %. Fast ein Viertel dieser Delikte konnte aufgeklärt werden; eine Quote, die doppelt so hoch ist wie der Landesdurchschnitt. Auch Sachbeschädigungen nahmen zu. Hingegen gab es 2008 deutlich weniger Ladendiebstähle. Die diesbezügliche Aufklärungsquote liegt bei 87 Prozent.

    +++ Kreis Schleswig-Flensburg +++

    In Schleswig und dem Kreisgebiet sank die Zahl der registrierten Straftaten im Berichtszeitraum um 6,5 Prozent (absolut: 724 Fälle).

    Erfreuliche Rückgänge waren auch bezüglich der Zahl der Diebstähle (hier: insbesondere Diebstähle aus Kfz und Wohnungseinbrüche) zu beobachten.

    Die Fallzahlen für den Diebstahl aus Kraftfahrzeugen sind gleichzeitiger Steigerung der Aufklärungsquote (+6,6%) um 158 Taten (25,9%) zurückgegangen. Gleiches gilt für den Bereich der Wohnungseinbrüche. Hier sanken die Zahlen um 22,5 % (absolut: 38 Taten) bei einer Steigerung der Aufklärungsquote um 5,9%. Diese liegt nunmehr mit 26,0% mehr als doppelt so hoch wie der Landesdurchschnitt.

    Auch im Kreisgebiet gab es 2008 weniger Ladendiebstähle - die Aufklärungsquote war mit 87 Prozent so hoch wie in Flensburg.

    Zu den besonderen Auffälligkeiten zählten im vergangenen Jahr im Kreisgebiet insgesamt 59 Fälle von Brandstiftung. Mehr als die Hälfte davon wurde (35 Fälle) vorsätzlich verübt. Jedoch konnten diese Taten zu insgesamt über 40 Prozent aufgeklärt werden.

    Es gab weniger Sachbeschädigungen, die zu mehr als einem Viertel aufgeklärt werden konnten.

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