Polizeidirektion Flensburg

POL-FL: Gefahr von Wildunfällen - Sicherheitstipps der Polizei

    Flensburg (ots) - Flensburg - 0800924.4 - Noch bis etwa Ende Oktober müssen sich Verkehrsteilnehmer vor allem in den Morgen- und Abendstunden und bei trockener Witterung wieder vermehrt auf plötzlichen Wildwechsel einstellen. Kollisionen mit Rehen oder Hirschen können wegen des hohen Aufprallgewichtes fatale Folgen haben.

    Auch im Kreisgebiet Schleswig-Flensburg krachte es in der vergangenen Nacht wieder dreimal, nämlich in Rabenholz, Wedelspang und Osterby.

    Übergangsbereiche zwischen Wald- und Feldzonen sowie Straßen, die in Wälder oder dicht bewachsenes Gelände hineinführen, bilden besondere Gefahrenpunkte.

    Hier sollten Verkehrsteilnehmer regelmäßig mit erhöhter Aufmerksamkeit fahren, denn das Wild verhält sich auf der Straße vielfach unberechenbar. Es verlässt die Fahrbahn nicht immer auf dem kürzesten Weg, sondern läuft oft auch vor dem jeweiligen Fahrzeug her.

    Beherzigen Sie daher bitte folgende Sicherheitstipps Ihrer Polizei:

    - Beachten Sie im eigenen Interesse unbedingt Warnschilder, die auf mögliche Wildwechsel hinweisen!

    - Reduzieren Sie Ihr Tempo deutlich! 70- 80 Stundenkilometer sollten das oberste Limit sein, um im Falle des Falles einen möglichst kurzen Anhalteweg zu haben.

    - Vorausschauendes Fahren und ein entsprechendes Gefahrenbewusstsein können folgenschwere Wildunfälle vermeiden helfen: Behalten Sie die Fahrbahnränder im Auge und halten Sie wenn möglich einen Sicherheitsabstand zum rechten Fahrbahnrand ein!

    - Falls plötzlich Wild auftaucht: nicht in Hektik verfallen!

    - Nicht unkontrolliert ausweichen! Riskieren Sie nicht gegen einen Baum zu prallen oder gar in den Gegenverkehr zu geraten! Dann lieber das kleinere Übel wählen und zunächst geradeaus in Richtung des Tieres fahren!

    -Gefährden Sie möglichst auch nicht den nachfolgenden Verkehr! Bremsen Sie nur, wenn kein Auffahrunfall droht!

    - Ist die Fahrbahn frei sollten Sie allerdings konsequent bremsen, hupen und abblenden, damit das Wild auf der Straße vor Ihnen einen Fluchtweg finden kann.

    - Rechnen Sie außerdem damit, dass nach dem ersten Tier noch ein ganzes Rudel Ihre Fahrbahn kreuzen könnte! Bleiben Sie bremsbereit!

    Wenn es trotzdem zu einem Crash gekommen ist:

    - Auch hier gilt: Ruhe bewahren und umsichtig handeln!

    - Unfallstelle absichern! Warnblinklicht einschalten! Warndreieck in ausreichendem Abstand von der Unfallstelle aufstellen! Achten Sie dabei darauf, dass andere Verkehrsteilnehmer Sie in der Dunkelheit wahrnehmen können; etwa, indem Sie zum Beispiel eine reflektierende Warnweste tragen!

    - Wurde jemand verletzt, so leisten Sie Erste Hilfe!

    - Um nachfolgende Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden, sollten Sie tote Tiere wenn möglich an den Fahrbahnrand schaffen. Fassen Sie Füchse wegen der Tollwutgefahr möglichst nur mit Handschuhen, Lappen oder etwas Ähnlichem an!

    - Angefahrene Tiere nicht mitnehmen, sonst droht eine Anzeige!

    - Für die Versicherung, der Sie den Schaden ebenfalls zeitnah melden sollten, ist es nützlich, wenn Sie Beweise sichern (Zeugen, Fotos, Unfallspuren wie z.B. Haarreste)!

    - Wildunfälle am besten unverzüglich über 110 der Polizei melden! Die informiert dann auch den zuständigen Jäger.

    Mit diesen Tipps wünscht Ihnen Ihre Polizei allzeit gute Fahrt!


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