Polizeidirektion Flensburg

POL-FL: Temposünder im Minutentakt

Kontrolle 1

    Flensburg (ots) - +++ Hinweis: zu dieser Pressemeldung sind in der Digitalen Pressemappe der Polizeidirektion Flensburg unter www.polizeipresse.de Pressefotos abrufbar (frei zur Veröffentlichung) +++

    "Es ist ein Wunder, dass hier nicht mehr passiert." Dies ist das Resumee, welches Dirk Hasenpusch, Leiter des Technik-Trupps beim Polizei-Bezirksrevier Schleswig aus einer kombinierten Geschwindigkeits- und Drogenkontrolle zieht, die gestern auf der B 200 stattfand. Insgesamt 16 Beamte kontrollierten drei Stunden lang den Verkehr am Grenzübergang Kupfermühle in Richtung Dänemark.

    Dieser Streckenabschnitt bildet eine Gefahrenstelle, da Fußgänger die Fahrbahn kreuzen dürfen und Fahrzeuge von anliegenden Parkplätzen auf die Bundesstraße einfahren, während dort häufig zu schnell gefahren wird, wie die gestrige Kontrolle zeigte. Vor einigen Jahren kam es hier zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine Fußgängerin getötet wurde.

    Auch Drogenbeeinflussung am Steuer entwickelt sich zu einem Dauerproblem, wobei die Polizei solche Verstöße mithilfe von Schnelltests und speziell geschulter Beamter heute wesentlich besser als noch vor einigen Jahren erkennen kann. Allein im Kreisgebiet deckte die Polizei in diesem Jahr bereits 54 Fälle von Drogen am Steuer auf.

    "Insbesondere bei den Dänen besteht beim Thema Drogen vielfach kein Unrechtsbewußtsein, weil die Gesetzeslage in Dänemark zurzeit noch eine andere ist als in Deutschland", erläutert Wilfried Caspers, Leiter des Schleswiger Polizeibezirksreviers.

    Wie notwendig derartige Polizeikontrollen sind, zeigte das Ergebnis der gestrigen Überprüfung. Bereits nach weniger als einer halben Stunde rauschte ein dänischer Motorradfahrer statt mit erlaubten Tempo 50 mit einer mehr als doppelt so hohen Geschwindigkeit in die Kontrolle. Für seinen "Tagesrekord" musste er an Ort und Stelle ein Bußgeld in doppelter Höhe (200 Euro plus Verwaltungsgebühren) bezahlen.

    Obwohl die Polizei sich nur auf Verkehrsteilnehmer konzentrierte, die 21 km/h zu schnell waren, wurden Temposünder im Minutentakt geblitzt.

    Am Ende der Kontrolle verzeichnete die Polizei die überdurchschnittlich hohe Zahl von 148 Ordnungswidrigkeits-Anzeigen. In acht Fällen wurden Fahrverbote ausgesprochen. Ferner wurden bei dänischen Verkehrsteilnehmern 76 Sicherheitsleistungen in Höhe von 6.365 Euro einbehalten.  Ein 26-jähriger Autofahrer aus dem dänischen Gråsten musste sich ferner einer Blutprobe unterziehen, da ein Drogenschnelltest auf die Einnahme von Aufputschmitteln (Amphetaminen) hinwies.

    Aufgrund dieses Besorgnis erregenden Ergebnisses beabsichtigt das Polizei-Bezirksrevier Schleswig, die Kontrollen an dieser Stelle in Zukunft weiter zu verschärfen.  Darüber hinaus wird auf Anregung der Polizei die örtliche Geschwindigkeitsbeschilderung in der kommenden Woche verbessert.


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