Polizeidirektion Flensburg

POL-FL: Bankraub nach zwei Jahren mithilfe einer DNA-Spur geklärt

Flensburg (ots) - 080530.1 - Verbrechen lohnen sich offenbar doch nicht: Der Flensburger Kriminalpolizei ist es nach jahrelangen, intensiven Ermittlungen gelungen, einen bereits im Jahre 2005 verübten Bankraub im Flensburger Stadttteil Westliche Höhe aufzuklären. Nicht nur Zeugenaussagen und eine Reihe von entsprechenden Indizien belasten den inzwischen 29-jährigen Haupt-Tatverdächtigen schwer. Insbesondere eine in Tatortnähe gesicherte DNA-Spur läßt die Kripo zu der sicheren Überzeugung gelangen, dass es sich bei dem zur Tatzeit stark drogenabhängigen Mann um den gesuchten Bankräuber handeln dürfte. Vor zwei Jahren - an einem Dienstagmorgen Ende Dezember - war der Beschuldigte maskiert in eine inzwischen geschlossene Bankfiliale in der Mathildenstraße gestürmt, hatte dort einen Angestellten mit der Behauptung, eine Waffe zu haben, bedroht und war schließlich zu Fuß mit einer sehr kleinen Bargeldsumme geflüchtet. Zeugen beobachteten den Täter auf seinem Fluchtweg, den die Polizei später sehr genau rekonstruieren konnte. Damals gelang es der Polizei durch intensive Spurensuche, einen so genannten "genetischen Fingerabdruck" des mutmaßlichen Täters zu sichern. Vergleiche dieser Spuren mit allen anfangs Verdächtigen verliefen aber zunächst im Sande. Im letzten Sommer dann die Wende: im Rahmen anderweitiger Ermittlungen ergaben sich für die Kriminalpolizei erste Hinweise auf den mittlerweile in Berlin lebenden Beschuldigten, der sich bislang nicht zum Tatvorwurf des Bankraubs äußern will. Ein Vergleich der damals gesicherten DNA-Spur mit der Speichelprobe des 29-Jährigen, der in der Vergangenheit bereits durch verschiedene Straftaten auffiel, verlief positiv und erbrachte entsprechende Übereinstimmungen. Aufgrund dieses Untersuchungsergebnisses wird die Kripo jetzt ihre Ermittlungsakten so schnell wie möglich der Anklagebehörde übersenden. - Hintergrund - Die so genannte forensische DNA-Analyse entwickelt sich seit einigen Jahren zunehmend zu einem sehr schlagkräftigen Instrument polizeilicher Ermittlungsarbeit. Mehrere tausend Straftaten konnten auf diese Art bereits aufgeklärt werden. Eine entsprechende Datenbank (DNA-Analyse-Datei) besteht beim Bundeskriminalamt (BKA) seit mittlerweile zehn Jahren. Das molekularbiologische Verfahren dient unter anderem dazu, die Identität möglicher Spurenverursacher zu klären. In jüngster Zeit ist es der Polizei mithilfe des im Volksmund als "genetischer Fingerabdruck" bezeichneten Verfahrens gelungen, insbesondere auch ältere Ermittlungsverfahren - vornehmlich Diebstahlsdelikte bis hin zu Mordfällen - nachträglich aufzuklären. Weitere Infos: http://www.bka.de/profil/faq/dna01.html Diese Pressemitteilung ergeht im Einvernehmen mit der Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Flensburg. ots Originaltext: Polizeidirektion Flensburg Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=6313 Rückfragen bitte an: Polizeidirektion Flensburg Pressestelle Norderhofenden 1 24937 Flensburg Axel Dobrick Telefon: 0461-484 2010 Fax: 0431-988 6 341078 E-Mail: pressestelle.flensburg@polizei.landsh.de Original-Content von: Polizeidirektion Flensburg, übermittelt durch news aktuell

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