Polizeidirektion Flensburg

POL-FL: Ruhestörer mit Diensthund überwältigt

Schwert

    Schleswig (ots) - Ungewöhnlich brutal und aggressiv trat in der Nacht zu heute ein 37-jähriger Schleswiger in Schleswig-Friedrichsberg auf.

    Nachdem der Beschuldigte über das gesamte Wochenende immer wieder extrem laute Musik gehört hatte, versuchte zunächst ein Nachbar im persönlichen Gespräch Ruhe herzustellen.

    Da ihm nicht geöffnet wurde, ging er in seine Wohnung zurück und wollte die Schleswiger Polizei telefonisch um Hilfe bitten.

    Bereits jetzt sah der Geschädigte, wie der Täter an dem Fenster seiner Wohnung stand und dabei ein übergroßes Schwert provokant an seiner Zunge entlang zog.

    Dann ging alles sehr schnell: Der 37-jährige Mann stürmte mit dem besagten Schwert in der Hand aus seiner Wohnung, folgte dem Anzeigenden und zerschlug mit dem Schwert mehrere Fenster der Wohnung des Geschädigten.

    Aus Angst, der Beschuldigte könnte in sein Haus eindringen, floh der Geschädigte aus seinem Haus und versteckte sich zunächst im Garten. Unter lauten Schreien, wüsten Beschimpfungen und Beleidigungen schlug der Täter immerfort auf die Scheiben mit dem Schwert ein. Hierbei verletzte sich der Täter an seinen Händen.

    Nachdem kurze Zeit später die Schleswiger Polizei am Einsatzort erschienen war, hörten sie sofort den schreienden Straftäter.

    Mit dem anschlagenden Diensthund wurde der Beschuldigte mehrfach aufgefordert, sich unverzüglich hinzulegen. Dieser Aufforderung schien er auch nachzukommen. Er stieß zuerst das Schwert mit der Spitze in den Boden und kniete sich hin. Als zwei Beamte auf den Beschuldigten zugingen, um ihm Handfesseln anzulegen, richtete er sich überraschend wieder auf und zog mit der rechten Hand das Schwert aus dem Boden.

    Bevor sich der Beschuldigte ganz erheben konnte, wurde der Diensthund gegen ihn eingesetzt und biss ihn. Der Diensthundeführer konnte ihm gleichzeitig das Schwert entreißen.

    Es war eindeutig, dass der Beschuldigte sich mit Hilfe des Schwertes der Festnahme widersetzen wollte.

    Der Täter wurde im Schlei-Klinikum ambulant behandelt und anschließend in die Fachklinik eingewiesen.


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