Polizeidirektion Flensburg

POL-FL: Kriminalität 2007: Zahl registrierter Straftaten weiter zurückgegangen

Entwicklung der Tatverdächtigenzahlen (Altersgruppe U 21 / Flensburg)

Ein Dokument

    Flensburg (ots) - 080425.1 - Die Zahl der registrierten Straftaten in der Polizeidirektion Flensburg ist auch im letzten Jahr weiter zurückgegangen. Insgesamt wurden 21.329 Straftaten erfasst - 190 Fälle weniger als noch im Jahr zuvor.  In punkto Sicherheit liegt die Polizeidirektion Flensburg damit noch vor dem insgesamt stabilen Landestrend bei der Kriminalitätsentwicklung.

    Die so genannte Häufigkeitszahl liegt mit 7.437 Fällen noch deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 8.560. Diese Zahl gibt darüber Auskunft, wie viele Straftaten auf 100.000 Einwohner kommen.

    Das bedeutet: Die Gefahr, Opfer einer Straftat zu werden, ist in Schleswig, Flensburg und dem Kreis noch weitaus geringer als im Landesdurchschnitt. Mehr als die Hälfte aller angezeigten Straftaten konnte aufgeklärt werden: Die Aufklärungsquote betrug 53,4 Prozent.

    Die Polizei ermittelte insgesamt 8.484 Tatverdächtige [davon: 1.864 Nichtdeutsche = 22 Prozent], was einer Steigerung um 3,2 Prozent (absolut: 263 Tatverdächtige) entspricht. Über drei Viertel (78,9%) der im letzten Jahr ermittelten Beschuldigten sind männlich.

    Das regionale Kriminalitätsgeschehen wird nach wie vor im Wesentlichen durch Massendelikte wie Diebstahl (9.051 Fälle), Vermögens- und Falschgelddelikte (hauptsächlich Betrug; 3.066 Fälle) und Sachbeschädigungen (2.952 Fälle) bestimmt.

    Körperverletzungsdelikte machen nur ein Zehntel der Gesamtkriminalität aus, Sexual- und Raubdelikte jeweils nur ein Prozent alle registrierten Straftaten.

    Die Zahl erfasster Straftaten in Flensburg ist die niedrigste seit zehn Jahren; im letzten Jahr lag dies insbesondere an einem Rückgang bei den Diebstahlszahlen. Im Kreisgebiet Schleswig-Flensburg hingegen stieg die Zahl der registrierten Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um rund zwei Prozent (absolut: 123 Taten) an.

    Auch im Hinblick auf die Jugendkriminalität bewegt sich die Polizeidirektion Flensburg gegen den aktuellen Landestrend, der im letzten Jahr einen Anstieg der Tatverdächtigenzahlen verzeichnete: Die Zahl der tatverdächtigen Kinder, Jugendlichen und Heranwachsenden ist in Flensburg um weitere 19 % (absolut: 272) auf insgesamt 1.091 gesunken, während sie im Kreisgebiet annähernd gleich blieb.

    Durch Initiativen wie vernetzte Polizeiarbeit in den Stadtteilen, spezielle Präventionsprogramme wie das polizeiliche Programm "Jugend und Alkohol" und die bereits seit vielen Jahren praktizierte, beschleunigte Sachbearbeitung bei Straftaten minderjähriger Intensivtäter (vorrangiges Jugendverfahren)unternimmt die Polizei weiterhin Anstrengungen zur Eindämmung der Jugendkriminalität.

    Speziell bei Gewaltdelikten wie Körperverletzung und (Straßen-) Raub sind Jugendliche und Heranwachsende auffällig überrepräsentiert. Ein genereller Anstieg der Gewaltbereitschaft ist hingegen nicht zu beobachten.

    Dennoch: bei Raubtaten liegt der Anteil der Altersgruppe unter 21 Jahren bei bis zu 80 (!) Prozent. Besonders deutlich wird die Gewaltbereitschaft der Jüngeren auch im Hinblick auf gefährliche und schwere Körperverletzungsdelikte: Etwa die Hälfte dieser Taten wird in dieser Altersgruppe verübt. Anlass zur Sorge bietet in diesem Zusammenhang auch der unter dem Schlagwort "Komasaufen" bekannt gewordene, extensive Alkoholkonsum junger Menschen. Er führt bei Straftaten zu zusätzlicher Enthemmung bis hin zu akuten Gesundheitsgefahren; ein Problem, welches die Polizei nur in Verbund mit anderen Institutionen langfristig lösen kann.

    Auch die Bekämpfung der in den eigenen vier Wänden stattfindenden "Häuslichen Gewalt" nimmt in der täglichen Polizeiarbeit einen breiten Raum ein. Bei 552 entsprechenden Polizeieinsätzen wurden insgesamt 124 Wegweisungen ausgesprochen, um prügelnde Männer dauerhaft von ihrem Tun abzuhalten und den fast ausschließlich betroffenen Frauen sowie in der Familie lebenden Kindern die Chance zu geben, sich aus bestehenden Gewaltbeziehungen zu lösen.

    Insgesamt bewältigte die Polizeidirektion Flensburg im letzten Jahr 36.749 Einsätze; mehr als die Hälfte davon im Kreisgebiet. Am häufigsten rückten die Beamten im Mai, Juli und August zu Einsätzen aus.  Dabei ging es in der Regel um alltägliche Dinge wie Verkehrsunfälle, Diebstähle oder Einbrüche und Sachbeschädigungen.

    Weitere Informationen sind dem dieser Pressemeldung beigefügten
"Kriminalitätsjahresbericht 2007" zu entnehmen.  Der Bericht - sowie
eine Reihe von Infografiken - sind ab sofort in der Digitalen
Pressemappe der Polizei unter
                        
www.presseportal.de/polizeipresse/pm/6313/flensburg_polizeidirektion

    sowie darüber hinaus auf den Internetseiten der Landespolizei Schleswig-Holstein unter

    www.polizei.schleswig-holstein.de

    abrufbar.

    Für weitere Rückfragen zur Kriminalitätsentwicklung des vergangenen Jahres stehen Ihnen zur Verfügung:

    - für Flensburg: Dirk Czarnetzki, Telefon: 0461- 484 2001.

    - für Schleswig und den Kreis: Mathias Engelmann, Telefon: 0461- 484-5000.


ots Originaltext: Polizeidirektion Flensburg
Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=6313

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